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Schon in den 1890ern, war Radfahren sehr in Mode. Ob zum Zweck der Erholung, des Sports oder der Alltagsmobilität: Das Fahrrad spielte um die Jahrhundertwelle eine große Rolle, auch in Sachsen. Dresden war neben Chemnitz und Leipzig eines der Zentren der deutschen Fahrradszene. Im Jahr 1898 existierten in der Landeshauptstadt 52 Fahrradfabriken und -handlungen mit tausenden Angestellten. Diverse Postkartenmotive zeigen sowohl emanzipierte Damen als auch Fensterputzer mit dem Rad. Auch einer der allerersten Radwege Deutschlands wurde in Dresden angelegt.

Aktive des ADFC Dresden haben tagelang im Hauptstaatsarchiv recherchiert, um die Hintergründe zu erfahren: Südlich der südlichen Baumreihe der Herkulesallee im Großen Garten wurde ein 5,5 m breiter Weg zunächst auf einer Länge von 1,5 km neu gebaut und mit einer ebenen Oberfläche gestaltet. Diese "Radfahrbahn" wurde am 20.11.1897 mit einer besonderen "Fahrordnung" für den Verkehr freigegeben. In den Jahren danach entstanden insgesamt 4,5 km separate Radwege im Großen Garten.

Insgesamt wurde unter der Leitung von Gartendirektor Friedrich Bouché viel für die Besucher getan: Die Gartenfläche wurde wesentlich erweitert, viele neue Gehwege und der Carolasee angelegt, Bänke aufgestellt u.v.m. Die ersten Radwege Deutschlands sind unserer Recherche nach aber die im Bürgerpark Bremen vom Sommer 1897. Dennoch kann man ruhig sagen, dass Dresden im Bezug auf Radverkehr mal in der allerersten Reihe stand. Daran sollten wir wieder anknüpfen!

Der ADFC Dresden feiert die Verkehrsfreigabe des ersten Radwegs Sachsens am Montag, den 20.11.2017 um 11:00 Uhr an der Kreuzung Herkulesallee / Lennéstraße. Es wird um kurze Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gebeten.

 

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