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Im Mai 2014 ergoß sich ein schweres Unwetter über die linkselbischen Hänge zwischen dem Dresdner Osten und Meißen. Dabei trat auch die "Wilde Sau" über die Ufer, ein kleines Bächlein, welches in Gauernitz in die Elbe mündet. Die Wucht des Wassers spülte eine Brücke des Elbradwegs nahe dem Gauernitzer "Elbschlößchen" aus ihrer Verankerung. Seitdem ist die Brücke nicht mehr passierbar, der Elberadweg unterbrochen. Er endet nun an der B 6, die Radfahrer auf einem Abschnitt von etwa 250 Metern völlig ungesichert benutzen müssen. Die für Radfahrer kurzfristig ausgeschilderte Umleitung ist deutlich zu schmal, ist nicht verkehrssicher und widerspricht der Straßenverkehrsordnung, da sie über einen Gehweg führt. Warnhinweise für Autofahrer auf den plötzlich querenden Radverkehr existieren auf der B 6 nicht, auch die zulässige Höchstgeschwindigkeit wurde trotz einer unübersichtlichen Kurve im westlichen Bereich der Umleitung nicht herabgesetzt.

"An dieser Stelle kann man weder von einer sicheren Verkehrsführung für Radfahrer noch von einer kurzfristigen Umleitung mehr sprechen." sagt Konrad Krause vom ADFC Sachsen. "Dass die Planungen an der neuen Brücke etwas dauern, ist verständlich. Doch wir haben nun schon den dritten Sommer mit dieser katastrophalen Umleitung. Dass hier noch niemand über den Haufen gefahren wurde, grenzt an ein Wunder."

"Für routinierte Rennradfahrer mag eine solche Umleitung zu machen sein, auf dem Elberadweg sind aber natürlich auch viele Familien, ältere Menschen und kleine Kinder unterwegs.", so Krause. Der ADFC fordert schnellstens eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h sowie Hinweisschilder, dass an dieser Stelle verstärkt mit querenden Radfahrern zu rechnen ist.

"Eine Umleitung an einer so stark befahrenen Stelle und auf einer Bundesstraße erfordert natürlich Fingerspitzengefühl. Mit der Sicherheit der Radfahrer wird hier offensichtlich relativ sorglos umgegangen. Daran muss sich auf alle Fälle etwas ändern". Der ADFC, der die Angelegenheit schon seit 2014 begleitet, hat zuletzt im Mai vom Landkreis Meißen eine Verbesserung der Situation gefordert. Bisher ohne Antwort.


Die Zahl der Radfahrer auf dem Elberadweg nimmt von Jahr zu Jahr stetig zu. Besonders an den Sommerwochenenden sind sehr viele Ausflügler und Radtouristen  unterwegs. Zwischen Mai und Oktober befahren den Radweg etwa 350.000 Radtouristen. Er ist damit in Sachsen der am stärksten befahrene Radweg und in der Region ein Wirtschaftsfaktor mit wachsender Bedeutung.

 

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