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Ende November kündigte die Bundesregierung die Förderung von Lastenrädern an. Doch nun kommt heraus: Dabei scheint es sich zu einem nicht unerheblichen Teil um heiße Luft zu handeln. Der ADFC wird sich deshalb weiterhin für kommunale Förderstrukturen von Lastenrädern einsetzen, wie sie etwa die Stadt München hat.

Der Sächsische Landtag hat in seiner Sitzung am 14. Dezember 2017 einen maßgeblichen Entschluss zur Förderung des Radverkehrs in Sachsen gefasst. In dem einstimmig beschlossenen Antrag „Fahrradwegebau beschleunigen, Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungseinheiten stärken“ haben sich die sächsischen Landtagsabgeordneten mit den Stimmen von CDU, SPD, Linken und Grünen entschlossen, den Radverkehr in Sachsen deutlich zu stärken. Die Abgeordneten der AfD sowie einzelne fraktionslose Abgeordnete enthielten sich.

Derzeit werden zahlreiche interessante Stellen zur Fahrradförderung neu ausgeschrieben. Gesucht werden, Tourismusexperten, Radverkehrsplaner, Juristen und andere, die sich in den verschiedensten Zusammenhängen mit Herzblut und Know-how der Förderung des Radverkehrs widmen wollen.

bilanz 200Für den ADFC in Sachsen war 2017 ein aufregendes Jahr. Wir waren öffentlich sichtbar, waren mit einer Rekordzahl öffentlicher Vorträge erlebbar und haben landesweit Themen fokussiert, über die andere vielleicht lieber den Mantel des Schweigens gehüllt hätten. Der schleppende Ausbau des Radwegenetzes im ländlichen Raum ist so ein Thema. Zu viele Menschen fühlen sich aufgrund der unzureichenden Radverkehrsinfrastruktur noch zu unsicher, um einen Großteil ihrer Wege mit dem Rad zurückzulegen.

Aktuell hat der ADFC in Sachsen 4900 Mitglieder. Damit das Fahrrad in der Öffentlichkeit stärker durchdringt und der ADFC mit noch mehr Kraft als bisher aus dem Autoland Sachsen ein Fahrradland machen kann, müssen wir stärker werden. Nur noch 100 Leute fehlen, dann haben wir das wichtige Zwischenziel von 5000 Mitgliedern erreicht.

Schon in den 1890ern, war Radfahren sehr in Mode. Ob zum Zweck der Erholung, des Sports oder der Alltagsmobilität: Das Fahrrad spielte um die Jahrhundertwelle eine große Rolle, auch in Sachsen. Dresden war neben Chemnitz und Leipzig eines der Zentren der deutschen Fahrradszene. Im Jahr 1898 existierten in der Landeshauptstadt 52 Fahrradfabriken und -handlungen mit tausenden Angestellten. Diverse Postkartenmotive zeigen sowohl emanzipierte Damen als auch Fensterputzer mit dem Rad. Auch einer der allerersten Radwege Deutschlands wurde in Dresden angelegt.

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