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Freilaufende Kinder? Inzwischen fast eine Seltenheit. Von der Rücksitzgeneration sprechen Soziologen inzwischen. Nur 15 Prozent der deutschen Kinder fahren mit dem Rad zur Schule. Vier Fünftel bewegen sich zu wenig, jedes sechste Kind hat Übergewicht. Auch motorische Schwierigkeiten und Konzentrationsprobleme werden durch Bewegungsmangel begünstigt. Wir haben uns in dieser Ausgabe des Reflektor Magazins deshalb mit Fragen rund um das Thema Radfahren und Kinder befasst und wünschen wie immer eine spannende und hoffentlich anregende Lektüre.

Außerdem: 30 Unterstützer für den Radverkehr gesucht, Vom potentiellen zum realen Radfahrer. Mitglieder des ADFC Sachsen bekommen den Reflektor kostenlos nach Hause geschickt.

Zur Webseite des Reflektor Magazins

 Diesen Sonntag sind Sie aufgerufen, für die nächsten vier Jahre den Deutschen Bundestag zu wählen. Sie entscheiden damit über zahlreiche Politikfelder und auch über die Verkehrspolitik der nächsten vier Jahre. Damit Ihnen die Entscheidung leichter fällt, haben wir vor kurzem bereits die sächsischen Spitzenkandidaten zum Radverkehr befragt. Inzwischen haben die Meisten auch geantwortet.

Kaum besser, als wir es je vermocht hätten, ist nun das Verkehrs-Blog Zukunft Mobilität der Frage nachgegangen, was die Programme der Parteien zum Radverkehr aussagen. Das ist unserer Meinung nach für jeden radfahrenden Wähler eine sinnvolle Lektüre. Wir wünschen viel Spaß und Erkenntnisgewinn.

Zukunft Mobilität - Welche Ziele haben die Parteien in der Radverkehrspolitik?

Mancher Radfahrer kennt das ungute Gefühl das sich einstellt, wenn man schräg über eine Straßenbahnschiene fährt. Gerade an Stellen, wo Radfahrer die Schienen oft kreuzen wechseln viele aus Angst auf den Gehweg. Mit entsprechenden Folgen für den Fußgängerverkehr. Eine fahrradfreundliche Straßenbahnschiene, in der sich das Rad nicht verklemmen kann und die diese Angst beseitigen könnte gab es bisher leider noch nicht. Bisher.

Nun hat die Stadt Zürich in einem Haltestellenbereich auf einer Länge von 90 Metern ein Gleis einbauen lassen, bei dem eine neue Schienenkonstruktion getestet wird, die verhindern soll, dass sich die Räder verklemmen. Von dem Test unter realen Bedingungen werden erste Ergebnisse im Frühjahr 2014 erwartet.

In Zürich wird bereits seit 2007 mit fahrradfreundlichen Schienen experimentiert. Die Mehrkosten der Investition in die Sicherheit der Radfahrer hat der Gemeinderat übernommen. Ein Beispiel für beherzte Politiker, die die Probleme des Radverkehrs anpacken, ohne erst auf Fördermittel "von oben" zu warten.

Versuch mit velofreundlichen Tramschienen - Nationaler Radverkehrsplan

In wenigen Wochen ist Bundestagswahl. Auf Ebene des Bundes werden bedeutende Entscheidungen, auch für die Bedingungen des Radverkehrs getroffen. Da in den Wahlprogrammen wenig zum Fahrradverkehr steht, sehen wir es als unsere Aufgabe an, Transparenz herzustellen. Wir haben den Spitzenkandidaten der sächsischen Parteien und zwei renommierten sächsischen Verkehrspolitikern über Abgeordnetenwatch fünf Fragen zum Radverkehr gestellt. Wir sind gespannt auf die Antworten und bedanken uns schon im Voraus.

Spitzenkandidat der CDU: Thomas De Maiziere (ohne Antwort)
Spitzenkandidat der SPD: Thomas Jurk
Spitzenkandidat der LINKEn: Katja Kipping
Spitzenkandidat der Grünen: Monika Lazar
Spitzenkandidat der FDP und Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium: Jan Mücke
Spitzenkandidat der Piraten: Sebastian Harmel
Wolfgang Tiefensee (SPD, ehemaliger Bundesverkehrsminister)
Stephan Kühn (Grüne, Mitglied des Verkehrsausschusses)

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat eine Studie zur Verkehrssicherheit von Radfahrern veröffentlicht. Ziel der Studie waren Erkenntnisse über die Einflüsse der Verkehrsinfrastrukturgestaltung und des Verhaltens der Verkehrsteilnehmer auf die Verkehrssicherheit beim Abbiegen an innerörtlichen Knotenpunkten.

Im Rahmen des Projektes wurden in vier Städten (Erfurt, Darmstadt, Magdeburg und Münster) rund 900 Unfälle zwischen abbiegenden Kfz und geradeausfahrenden Radfahrern aus den Jahren 2007-2009 analysiert. An 43 Knotenpunkten erfolgten ergänzende Verhaltensbeobachtungen. Eine zusätzlich durchgeführte repräsentative Telefonbefragung in den Untersuchungsstädten gab zudem Auskunft über das subjektive Sicherheitsempfinden unterschiedlicher Radverkehrsführungen, das eigene Verhalten und den Kenntnisstand zur Verkehrsregelung.

Die Unfalluntersuchungen zeigten, dass Kfz-Fahrer in mehr als 90 % Hauptverursacher der Unfälle waren. Unfälle wurden jedoch auch durch die unerlaubte Nutzung der Gehwege oder das Linksfahren der Radfahrer begünstigt. Als besonders unfallauffällige Infrastrukturen in Bezug auf Rechtsabbiegeunfälle haben sich Radwege mit Furtabsetzungen von mehr als 2 Metern in Verbindung mit Sichthindernissen herausgestellt. In Bezug auf Linksabbiegeunfälle ergaben sich hohe Unfallrisiken bei Radverkehrsführung im Mischverkehr an unsignalisierten Knotenpunkten.

Immer mehr Menschen zieht es mit dem Rad an die Ostsee oder nach Dänemark und sogar bis hinauf zum Nordkap. Für Dresdner stellt sich dabei die Frage, wie man am komfortabelsten und dennoch direkt aus dem Elbtal Richtung Norden kommt. Zwischen Autobahn, Könisgbrücker Straße und Fischhausstraße ist es nicht gerade einfach, die ideale Route aus der Stadt heraus zu finden, ohne dabei unnötige Umwege zu fahren.

Etwa zehn ADFC-Mitglieder haben deshalb seit letztem Sommer eine Radroute zwischen Dresden und Berlin ausgearbeitet. Die Route beginnt an der Frauenkirche in Dresden und endet am Brandenburger Tor in Berlin. Längere Abschnitte über matschige oder holprige Wege sollten auf der Route bewusst vermieden werden. Ziel ist ein möglichst direkter und bequemer Radfernweg zwischen Berlin und Dresden. Mit dem Rennrad ist die Strecke in zwei Tagen durchaus zu schaffen. Damit auch langsamere Radfahrer auf ihre Kosten kommen, wurde die Route bewusst über Orte mit ausreichend Übernachtungsmöglichkeiten gelegt, sodass auch kürzere Etappen kein Problem sind.

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