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Der Sächsische Landtag hat Ende April den Haushalt für die Jahre 2015/16 beschlossen. Der politische Wechsel seit der letzten Landtagswahl wird durch den Haushaltsbeschluss auch materiell spürbar: Mit dem Haushalt verbessert sich die finanzielle Situation für die Förderung des Radverkehrs in Sachsen deutlich.

Die sächsischen Kommunen bekommen vom Freistaat mehr finanzielle Spielräume, um den Radverkehr zu fördern. Nun sind sie gefragt, Planungen vorzulegen, Förderanträge beim Freistaat zu stellen und die Mittel zu verbauen.

In der Mitte: Der Stand des Freistaats Sachsen.Anfang dieser Woche tagte in Potsdam der 4. Nationale Radverkehrskongress. Eine exzellente Möglichkeit, sich bei den über 700 Kongressteilnehmern zu präsentieren: Als kompetenter Ansprechpartner für den Radverkehr, Antreiber innovativer Verkehrslösungen oder auch als Radtourismusregion.

Viele Bundesländer haben diese Chance genutzt. Angefangen von den Arbeitsgemeinschaften Fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern, Niedersachsen und Baden-Württemberg über das Umweltbundesamt, die Radtourismusförderung Brandenburg, das kleinste Bundesland, Bremen, waren zahlreiche weitere Bundesländer und andere Akteure vertreten. Der Freistaat Sachsen hat diese Chance nicht genutzt. Sieht so der Fahrrad-Aufbruch der Sächsischen Staatsregierung aus?

Die meisten sächsischen Besucher des nationalen Radverkehrskongresses kamen jedenfalls nicht im Auftrag des Freistaates, einer Kommune oder eines Landkreises in Sachsen - sie waren Mitglieder des ADFC.

Wir freuen uns schon jetzt auf eine erfolgreiche und selbstbewusste Präsentation des Freistaats zum nächsten Radverkehrskongress in zwei Jahren!

Mehr zum Nationalen Radverkehrskongress 2015

In Sachsen gibt es bald (noch) weniger Schienenverkehr, geht es nach dem CDU-SPD-Entwurf des sächsischen Doppelthaushalts. Der Zweckverband Öffentlicher Personennahverkehr Vogtland (ZVV) reagiert darauf mit einem "neuen Fahrplankonzept". Ab 2016 sollen alle Regionalbahnleistungen zwischen Plauen und Hof eingestellt werden. Auch die bisher geplante Anbindung Plauens an das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz über Werdau nach Leipzig wird wegen Geldmangels aufgegeben.

Durch die Kürzungen fahren weniger Züge - das führt zu einer schlechteren Anbindung, manche Haltepunkte werden seltener oder überhaupt nicht mehr bedient. So werden die Haltepunkte in Schönberg(Vogtland), Reuth, Grobau, Pausa vom Schienenverkehr abgekoppelt. Dies ist nicht nur für Anwohner ärgerlich, sondern führt auch zu Einschränkungen für Radtouristen, gerade aus den Ballungsgebieten um Dresden und Leipzig. Für die Tourismusregion Vogtland zweifellos keine vorteilhafte Weiterentwicklung.

CarSharing und ADFC passt eigentlich ganz gut zusammen, dachten wir uns. Für teilAuto-Nutzer gibt es deshalb noch bis 30. Apri 2015 die Möglichkeit, zum Sonderpreis Mitglied im ADFC zu werden. Im ersten Jahr sparen Kunden von teilAuto, die sich über www.adfc.de/einstieg anmelden, 30 Euro im Gegensatz zur normalen ADFC-Einzelmitgliedschaft. Interesse?

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Der Diebstahl von Fahrrädern hat in Sachsen in den letzten Jahren stark zugenommen. Wie die aktuellen Zahlen des LKA Sachsen zeigen, werden besonders in den sächsischen Großstädten immer mehr Fahrräder gestohlen. In Leipzig, wo die Zahl der Rad-Diebstähle schon länger hoch ist, wurden 2014 fast 7000 Diebstähle gemeldet - eine Steigerung um 68% in fünf Jahren. Auch in Dresden hat der Fahrraddiebstahl Hochkonjunktur. Hier wurden im letzten Jahr zwar 1000 Räder weniger geklaut als in der Messestadt, hier hat der Fahrraddiebstahl während der letzten fünf Jahre allerdings um schwindelerregende 120% zugenommen.

In den sächsischen Landkreisen ist eine derart deutliche Steigerung über die letzten Jahre nicht zu erkennen. Auch die absoluten Diebstahlzahlen liegen deutlich unter dem Niveau der Großstädte. Ebenso ist Chemnitz von den Fallzahlen der beiden größten sächsischen Städte noch weit entfernt. Sachsenweit wurden im letzten Jahr 21.500 Fahrräder gestohlen, das ist eine Steigerung um 54% im Vergleich zu 2010.

Bisher war in sächsischen Wäldern das Reiten nur auf dafür ausgewiesenen und gekennzeichneten Wegen erlaubt. Die gesetzliche Grundlage dafür bildet im Freistaat das Waldgesetz. Dieses Gesetz wollte die Sächsische Staatsregierung ändern und es Reitern damit erlauben, auf allen Wegen im Wald zu Pferde unterwegs zu sein.

Das traf auch auf die Kritik des ADFC. Denn Waldwege werden in Sachsen an vielen Stellen auch zum Radfahren genutzt.

Waldwege, auch mit Fahrradnutzung, sind in Sachsen ganz überwiegend mit wassergebundener Oberfläche ausgeführt – eine Tatsache, die zwar ebenfalls vom ADFC
kritisiert wird, sich aber in näherer Zukunft nicht ändern wird. Es ist bekannt, dass durch Reiten diese Wege in kürzester Zeit stark in Mitleidenschaft gezogen werden, besonders bei Nässe. Die Öffnung aller Waldwege für Reiter hätte also fatale Folgen für das Radfahren im Wald: In kürzester Zeit wären viele Wege kaum noch benutzbar.

Deshalb hat der ADFC, wie weitere Akteure auch, seine Argumente gegenüber den Landtagsfraktionen vorgebracht - mit Erfolg. Die geplante Änderung ist vom Tisch, die Arbeit des ADFC war erfolgreich.

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