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Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) veröffentlichte kürzlich die Ergebnisse ihrer Studie zur Sicherheit der Radverkehrs-Infrastruktur und gibt Empfehlungen für die verkehrssichere Gestaltung des zukünftigen Radverkehrs. Die UDV ist sich sicher, dass es künftig in der Stadt mehr Radverkehr und stärker differenzierte Geschwindigkeiten von Radfahrern geben wird.

Um zu verhindern, dass damit auch die Unfallzahlen bei Radfahrern steigen, empfehlen die Experten den verstärkten Einsatz von Fahrradstraßen, die durch ihre niedrigen Unfallzahlen auffallen.

Um Anzahl und Folgen von Unfällen mit überholenden Kfz bei Mischverkehr zu verringern, wird  empfohlen, bei Mischverkehr Geschwindigkeitsbegrenzungen von 30 km/h zu prüfen. Bei Radwegen halten Experten des UDV zur Vermeidung von Überholunfällen ausreichende Wegebreiten für erforderlich, die ein Überholen unter Radfahrern zulasse. Bei Radfahrstreifen wird außerdem auf ausreichende Sicherheitsräume zu parkenden Autos hingewiesen, die oft in der Aufteilung der Straßenfläche nicht eingehalten werden.

Das Fazit der Studie:

Auch bei einem Anstieg des Radverkehrsaufkommens, schnelleren und älter werdenden Radfahrern sind die heute vorhandenen Führungsformen grundsätzlich dazu geeignet, den Radverkehr in Zukunft sicher abzuwickeln. Wesentlich dabei ist jedoch die strikte Einhaltung der Vorgaben der aktuellen Regelwerke. Radwege erweisen sich zwar auf der Strecke als relativ sichere Anlagen, haben aber im Bereich von Kreuzungen und Zufahrten deutliche Sicherheitsnachteile. Insbesondere bei hohen Radverkehrsstärken innerorts kommt daher der Einrichtung von Fahrradstraßen sowie der Führung auf der Fahrbahn zukünftig eine besondere Bedeutung zu.

Die vollständige Studie umfasst 190 Seiten und kann kostenlos als PDF heruntergeladen werden, es gibt aber auch eine 15-Seitige Kurzfassung.

Das sächsische Kabinett plant, die bisher in §49 der Sächsischen Bauordnung geregelte Stellplatzpflicht abzuschaffen. Statt der bisher starren Regelung in der Bauordnung, sollen die Kommunen die Anzahl vorgeschriebener Parkplätze für Autos und Fahrräder selbst regeln können.

Bislang galt in Sachsen eine auf die Reichsgaragenordnung von 1939 zurückgehende Pflicht für Bauherren, Stellplätze für Pkw zu schaffen. Bei bestimmten Bautypen galt die Pflicht auch für Fahrräder.

Die in einer Verwaltungsvorschrift festgelegten Richtzahlen haben sich immer wieder als unpraktikabel erwiesen: An einer Stelle wurden viel zu viele Autoparkplätze gebaut, andernorts konnte die vorgeschriebe Zahl von Fahrradparkplätzen nicht annähernd den Bedarf decken. Augenscheinlich gibt es auch zwischen städtischen und ländlichem Umfeld große Unterschiede was den Bedarf mit Parkplatzmöglichkeiten angeht.

Einen alltagstauglichen Pannenschutz für Radfahrer können ADFC-Mitglieder ab sofort buchen. Der Schutzbrief ADFC-PannenhilfePLUS sorgt mit einer 24-Stunden-Hotline bei Bedarf europaweit für Hilfe. Damit schließt der ADFC die Service-Lücke für alle, die das Rad als Alltagsverkehrsmittel nutzen.

ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagt: „Immer mehr Menschen verzichten ganz auf das Auto oder ersetzen den Zweitwagen durch ein Fahrrad oder Pedelec. Das ist eine tolle Entwicklung! Aber wer seinen Alltag mit dem Fahrrad organisiert – damit zur Arbeit fährt oder zur Kita, vielleicht mit den Kindern im Hänger oder den Einkäufen im Lastenaufsatz – der braucht Hilfe, wenn das Rad plötzlich nicht einsatzbereit ist."

Die ADFC-PannenhilfePLUS gibt es seit Juni 2015 exklusiv für ADFC-Mitglieder. Sie kostet 11,90 Euro im Jahr für ein Einzelmitglied. Kunden können bei Bedarf eine 24-Stunden-Hotline in Anspruch nehmen und erhalten Informationen zu Werkstätten und Leihrädern in der Umgebung. Je nach Ort und Notfall kommt eine mobile Pannenhilfe oder ein Abschleppdienst - und es wird für die Weiterfahrt gesorgt. Das gilt sowohl für Alltagsfahrten als auch für die Urlaubsreise mit dem Rad. Das Angebot gilt für alle Fahrräder, auch für Tandems, Velomobile, Pedelecs 25 und mehr.

Die Leistungen im Überblick gibt es auf www.adfc.de/pannenhilfe.

fahrradbusse sachsen web

In Sachsen und dem näheren Umland bestehen zahlreiche Buslinien, die mehr als 5 Fahrräder mitnehmen, teils sogar mit einem speziellen Fahrradanhänger. Eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit für diese Linien findet über die Grenzen der Verkehrsverbünde hinweg nicht statt, entsprechend wenig bekannt ist diese Möglichkeit, mit dem Rad in die Natur zu kommen.

Deshalb hat sich die AG ÖPNV des ADFC Sachsen überlegt, eine kleine Übersichtskarte zu den Fahrradbuslinien in Sachsen und Umgebung (v.a. tschechische Seite des Erzgebirges) herauszubringen. Die Karte ist seit Anfang der Woche verfügbar und zu den Öffnungszeiten der ADFC-Geschäftsstellen in Chemnitz, Dresden und Leipzig kostenlos erhältlich.

Danke an die ehrenamtlichen Helfer der AG ÖPNV und an unser Fördermitglied teilAuto für das Sponsoring des Drucks.

Hier geht es zum pdf der Fahrradbus-Karte

Der Sächsische Landtag hat Ende April den Haushalt für die Jahre 2015/16 beschlossen. Der politische Wechsel seit der letzten Landtagswahl wird durch den Haushaltsbeschluss auch materiell spürbar: Mit dem Haushalt verbessert sich die finanzielle Situation für die Förderung des Radverkehrs in Sachsen deutlich.

Die sächsischen Kommunen bekommen vom Freistaat mehr finanzielle Spielräume, um den Radverkehr zu fördern. Nun sind sie gefragt, Planungen vorzulegen, Förderanträge beim Freistaat zu stellen und die Mittel zu verbauen.

In der Mitte: Der Stand des Freistaats Sachsen.Anfang dieser Woche tagte in Potsdam der 4. Nationale Radverkehrskongress. Eine exzellente Möglichkeit, sich bei den über 700 Kongressteilnehmern zu präsentieren: Als kompetenter Ansprechpartner für den Radverkehr, Antreiber innovativer Verkehrslösungen oder auch als Radtourismusregion.

Viele Bundesländer haben diese Chance genutzt. Angefangen von den Arbeitsgemeinschaften Fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern, Niedersachsen und Baden-Württemberg über das Umweltbundesamt, die Radtourismusförderung Brandenburg, das kleinste Bundesland, Bremen, waren zahlreiche weitere Bundesländer und andere Akteure vertreten. Der Freistaat Sachsen hat diese Chance nicht genutzt. Sieht so der Fahrrad-Aufbruch der Sächsischen Staatsregierung aus?

Die meisten sächsischen Besucher des nationalen Radverkehrskongresses kamen jedenfalls nicht im Auftrag des Freistaates, einer Kommune oder eines Landkreises in Sachsen - sie waren Mitglieder des ADFC.

Wir freuen uns schon jetzt auf eine erfolgreiche und selbstbewusste Präsentation des Freistaats zum nächsten Radverkehrskongress in zwei Jahren!

Mehr zum Nationalen Radverkehrskongress 2015

 

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