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Der Verkehrsausschuss des Bundesrats will die Anordnung von Tempo 30 an Kindergärten, Schulen und Altenheimen deutlich erschweren. Durch eine entsprechende Verwaltungsvorschrift würde eine erst im Herbst 2016 beschlossene, fortschrittliche Änderung der Straßenverkehrsordnung in Teilen wieder zurückgenommen. Der ADFC kritisiert den Vorschlag scharf und appelliert dringend an den Bundesrat, in der Sitzung am 10. März den Ausschussempfehlungen zu widersprechen.

ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagt: „Es ist unfassbar, dass in Deutschland das berechtigte Interesse der Gesellschaft an Sicherheit und Lebensqualität immer wieder dem Diktat des schnellen Autoverkehrs untergeordnet werden soll! Der Bundesrat darf nicht dazu beitragen, die Sicherheit der schwächsten Verkehrsteilnehmer aufs Spiel zu setzen!“

Diäten, Früchtefasten, Entschlackungskuren und und und: Fasten hat seit einigen Jahren wieder Konjunktur. Es verdichten sich die Anzeichen, dass der Segen des hohen Lebensstandards gelegentlich auch mal zu einer Last werden kann.

Fasten ist bei weitem keine neue Mode, sondern eine sehr alte und über verschiedenste Kulturen verbreitete Tradition. Nach Rosenmontag und Faschingsdienstag beginnt heute die vierzigtägige österliche Fastenzeit. Kinder verzichten dabei (vielleicht nicht immer ganz freiwillig) auf Schokolade, manche Erwachsenen auf alkoholische Getränke.

Den Lebensalltag entschlacken kann man auch mit einer Aktion des Umweltbundesamts, dem Autofasten. Über vierzig Tage das eigene Auto stehen lassen und dafür Alternativen ausprobieren, das ist die Idee. Gehen Sie doch mal zu Fuß zur Arbeit! Arbeiten Sie sich mal in das Ticketsystem der Straßenbahn ein. Und vor allem steigen Sie auf Ihr Rad und probieren aus, auf welchen Wegen Sie mit dem Rad zur Arbeit kommen.

Vielleicht bringt das Autofasten ja auch für die eigene Fitness nachhaltigeren Effekt als die "üblichen" zweiwöchigen Fastenkuren.

Süddeutsche Zeitung: Autofasten - Sind Sie dabei?
www.autofasten.de

radschnellweg wegweiser 200Ein erheblicher Teil des Autoverkehrs legt vergleichsweise kurze Strecken zurück, in einer großen Zahl der Pkw sitzt nur eine Person. Ganze 50% der innerstädtischen mit Pkw zurückgelegten Wege sind kürzer als 5 Kilometer.

Das Potential, insbesondere Pendlerverkehre vom Auto auf das Fahrrad zu verlagern, ist daher immens. Mit Radschnellwegen kann dieses Potential auf wichtigen Verkehrsachsen erheblich besser ausgeschöpft werden, sogar bei Wegelängen zwischen 10 und 15 Kilometern erzeugen Radschnellwege noch einen Sog zum Fahrrad. Das ist leicht erklärt: Während Pendler auf oft maroden und überlasteten Autobahnen im Stau stehen, ermöglichen Radschnellwege eine zügige und staufreie Fahrt mit dem Rad. Sie sind idealerweise kreuzungsfrei ausgebaut, ausreichend breit um zu zweit nebeneinander fahren zu können und ermöglichen eine sichere und störungsfreie Fortbewegung mit dem Rad. Die Durchschnittsgeschwindigkeit auf Radschnellwegen liegt durch die geringe Zahl der Stops bei etwa 20 km/h, was oftmals schneller ist als der motorisierte Stadtverkehr und in jedem Fall schneller als das Stop-and-go auf normalen Radwegen.

Radschnellwege werden in den Niederlanden („Snelfietsroutes“) und in Flandern („Fietsostrades“) bereits seit Jahren erfolgreich als Alternative für Pendler, Lastentransporte und Freizeitfahrten genutzt. Kerngedanke solcher überregionalen Radverkehrsverbindungen ist, das komfortable und zügige Fahrradfahren auch über längere Distanzen zu ermöglich. Dafür werden Radschnellwege separat vom Kfz-Verkehr mit einem leichtläufigen Belag, großzügiger Breite und einer weitgehend geraden, kreuzungsfreien Streckenführung ausgestattet.

Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) fördert das Bundesumweltministerium das dreijährige Projekt "Lastenrad-Test" des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Das Mobilitätsprojekt soll den Einsatz von Lastenrädern in der gewerblichen Nutzung stärken und so einen Beitrag zur Minderung der Treibhausgasemissionen leisten.

Ziel des am 1. Januar 2017 gestarteten Projektes ist es, das Lastenrad als ökologisch und ökonomisch sinnvolles Transportmittel für eine breite gewerbliche Nutzung bekannt zu machen.

Das neue Projekt beinhaltet den Aufbau eines umfangreichen Lastenrad-Testangebots. Insgesamt sollen 150 unterschiedliche Lastenräder jeweils für bis zu drei Monate zum Test an interessierte Unternehmen ausgeliehen werden. Ab sofort werden dafür bundesweit bis zu 450 interessierte Unternehmen gesucht.

Weitere Informationen auf www.bmub.bund.de

Am 19. Januar haben Aktive des ADFC aus Zwickau und von der Landesebene dem Präsidenten des Sächsischen Landtags, Matthias Rößler, die Petition für den baldigen Baubeginn des Radwegs an der B 173 zwischen Zwickau und Mülsen übergeben. 

Etwa 12.000 Autos befahren täglich den östlich von Zwickau gelegenen Abschnitt der B 173. Durch die dicht beieinanderliegenden Quellen und Ziele im Verdichtungsraum Zwickau hat die Straße eine außerordentlich große Bedeutung auch für den Radverkehr. Aufgrund des fehlenden Weges ist die Straße aber weder verkehrssicher noch lädt sie dazu ein, die kurzen Wege zwischen Zwickau und Mülsen mit dem Fahrrad zurückzulegen. Das heißt, diese gesunde Fortbewegungsart wird hier bislang regelrecht unterdrückt.

Da es sich um eine Bundesstraße handelt, liegt die Planungsverantwortung beim Freistaat Sachsen. Hier fehlen jedoch seit Jahren ausreichend Planer, die solche Radwegprojekte zur Baureife bringen. Mit dem selbstgesteckten Ziel, bis zum Jahr 2025 an Staats- und Bundesstraßen in zehn Jahren 538 km neue Radwege zu schaffen, kommt der Freistaat deshalb kaum voran. Nur 21 Kilometer Radwege an Bundesstraßen wurden 2014 in Sachsen neu eröffnet, 2015 lediglich 15 Kilometer, bis Oktober 2016 kamen noch 9 Kilometer hinzu.

Pressemitteilung des ADFC Sachsen zur Petitionsübergabe

Jahraus, jahrein bietet Silvester die Gelegenheit um unterschiedlichste Vorsätze zu fassen, mit denen das neue Jahr besser werden soll als das alte.

Ein naheliegender Vorsatz lautet: Ab jetzt mit dem Rad zur Arbeit! Dafür spricht eine Menge offensichtlicher Dinge, wie die Vermeidung von Staus und stockendem Verkehr.

Gerade nach den mit fettem Braten und Christstollen eher "nährstoffreichen" Weihnachtsfeiertagen stellt sich für viele Leute zu Silvester stärker denn je die Frage: Wie bekomme ich möglichst viele Kalorien verbrannt?

Regelmäßiges Radfahren eignet sich perfekt, um den Fettstoffwechsel anzukurbeln. Gleichzeitig beansprucht die Bewegung auf dem Rad - anders als viele andere Sportarten - kaum die Gelenke. Radfahren ist gesund. Aber was heißt das eigentlich konkret?

Schon 30 Minuten täglicher Bewegung auf dem Rad reichen aus um das Risiko eines Herzinfarkts zu halbieren. Ebenso halbiert wird die statistische Wahrscheinlichkeit, an Altersdiabetes zu erkranken. Dass auch das Risiko von Fettleibigkeit um die Hälfte sinkt, versteht sich von selbst. Auch das Risiko von Bluthochdruck liegt bei regelmäßigen Radfahrern 30% niedriger als beim Bevölkerungsdurchschnitt.