TPL_BEEZ2_NAV_VIEW_SEARCH

TPL_BEEZ2_NAVIGATION

Radverkehr ist zu großen Teilen ein kommunales Thema. Über viele grundsätzliche Fahrrad-Fragen wird vor Ort, in der Kommune entschieden. Wird ein Radweg gebaut? Gibt es vor Geschäften und an Bahnhöfen genügend Fahrradständer? Sorgt die Stadtpolitik ausreichend für sichere Verkehrsverhältnisse, beispielsweise durch Tempo 30? Und vor allem: Gibt es im Stadtrat eine Mehrheit, die sich für eine aktive Förderung des Radfahrens einsetzt?

In wenigen Tagen wird in den sächsischen Städten eine neue Kommunalvertretung gewählt. Für den ADFC bietet sich damit die Chance, die Aufmerksamkeit der Politiker für den Radverkehr über das oft übliche Maß der Sonntagsreden hinaus zu steigern. In vielen Städten in Sachsen haben ehrenamtliche Aktive des ADFC den Kommunalwahlkandidaten auf den Zahn gefühlt. Wir haben hier die Ergebnisse veröffentlicht und wünschen eine interessante Lektüre.

Dresden: ADFC-Kommunalwahlforum Stadtrat für Radstadt?!
Leipzig: 6 Thesen zum umweltfreundlichen Verkehr
Chemnitz: Wahlprüfsteine zur Kommunalwahl
Freiberg: Podiumsdiskussion zur Kommunalwahl
Pirna: Fragen an die Parteien zur Kommunalwahl

berlindresden-radwegkarte-web-200Das ADFC-Projekt "Radweg Berlin-Dresden" ist Bestandteil der Sächsischen Radverkehrskonzeption. Als Route II-66 führt der Weg auf 45 Kilometern zwischen Dresden und Ortrand über Sächsische Flur. Die Route führt im Moment überwiegend über schwach befahrende Landstraßen und Waldwege.

Bis der Freistaat tatsächlich auf der Route investiert, könnte freilich noch etwas Zeit vergehen. Das Radwegprojekt ist leider zu den Projekten mit "Priorität II" worden. Der ADFC Sachsen wird sich dafür einsetzen, dass an den wenigen Schlüsselstellen die notwendigen Investitionen dennoch zeitnah erfolgen. Auch für eine zeitnahe Wegweisung des Radwegs werden wir uns einsetzen.

Am 16. April 2014 ist das Kartenbuch zum Radweg Berlin-Dresden erschienen. Das Buch umfasset 28 DIN A5-Seiten und besteht aus 25 hochqualitativen Karten. Die Route ist eingezeichnet und alle notwendigen Hinweise sind angegeben, sodass der Kartenbesitzer sich nicht verfährt. Die Kartendaten stammen von OpenStreetMap. Der Kartenstil ist eine druckoptimierte Abwandlung des Standardstils von www.openstreetmap.org. Die Karte kostet 3 €.

www.radweg-berlin-dresden.de

Pünktlich zum Frühjahrsbeginn ist die neuste Ausgabe des Reflektor Magazins erschienen. In dieser Ausgabe geht es um Velokulinarik. Mehr Genuss auf dem Fahrrad macht an Rahmen, Sattel und Fahrbahnoberfläche nicht Halt. Mehr Genuss auf dem Fahrrad hat auch mit Essen und Trinken zu tun. Statt Bio, gentechnikfrei oder vegan ist velo Essen und Trinen der allerneueste Schrei. Diesem Thema sind wir etwas nachgegangen.

In dieser Ausgabe außerdem: Unfallstatistik auf dem Prüfstand, Fahrradversicherungen im Vergleich und, natürlich: eine ganze Seite voller Leserbriefe. Viel Spaß beim Lesen.

Mehr unter www.reflektor-magazin.de

Freiberger Radfahrer gründen am Mittwoch den 26. März eine Freiberger Ortsgruppe des ADFC. Noch ist Freiberg keine fahrradfreundliche Stadt. Auf die Ortsgruppe wartet eine Menge verkehrspolitische Arbeit. Daneben gibt es aber sicher weitere mögliche Schwerpunkte. Durch Freiberg verlaufen immerhin vier überregionale Radrouten. Dort könnte man noch viel tun, um das radtouristische Potential zu nutzen. Auch Serviceangebote für Radfahrer, etwa eine Fahrradcodierung sind vorstellbar.

Zur Gründung der ADFC-Ortsgruppe sind ausdrücklich alle Radfahrer aus Freiberg und der näheren Umgebung eingeladen. Wer zum Gründungstermin verhindert ist, aber Interesse an der Ortsgruppe hat, kann dies mit einer kurzen E-Mail an den ADFC Sachsen kundtun (s.u.).

Was: Gründung ADFC Freiberg
Wann: Mittwoch 26. März 17:00 Uhr
Wo: Brauhof Freiberg, Körnerstr. 2

Kontakt-E-Mail des ADFC Sachsen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Am 17. März 2014 trafen sich auf Einladung des SMWA Politiker, Bürgermeister und Verwaltungsfachleute mit Verkehrsexperten zum 3. Sächsischen Verkehrsdialog.

Der Vorsitzende des sächsischen ADFC, Olaf Matthies referierte zum Thema Mehr Verkehrssicherheit
durch mehr Radverkehr.

Die Vorbilder in Sachen Radverkehrsförderung, Dänemark und die Niederlande zeigen sehr deutlich, dass eine Steigerung der mit dem Rad zurückgelegten Wege einen Rückgang der Fahrrad-Unfälle bewirkt. Die beste Verkehrssicherheitsarbeit besteht deshalb in einer Verkehrspolitik, die das Ziel verfolgt, dass mehr Wege mit dem Rad zurückgelegt werden.

Legt man die Entwicklung des Radverkehrsanteils (SrV) neben die Zahl der Radverkehrsunfälle in Sachsen, kommt man zu einem ähnlichen Ergebnis: Mehr Radverkehr führt zu mehr Verkehrssicherheit.

Die Vortragspräsentation kann hier als pdf heruntergeladen werden.

Immer mehr Menschen fahren Rad

Sichere Abstellanlagen, gute Radwege und komfortabel zu befahrende Radrouten, ein Verkehrsklima des Miteinanders auf den Straßen: Der auf Radfahrerbedürfnisse abgestimmte Bau von Verkehrswegen und ein respektvolles Miteinander der Verkehrsteilnehmer sind wichtige Motivationen, um das Fahrrad zu nutzen. Das ist ein Ergebnis des Fahrrad-Monitors Deutschland 2013, einer beim SINUS-Institut in Auftrag gegebenen Untersuchung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), die heute in Berlin vorgestellt wurde.

„Viele Menschen wollen Rad fahren, sie fühlen sich auf Straßen oder schlechten Radwegen aber nicht sicher genug. Außerdem fehlen oft hochwertige Fahrradabstellanlagen in ausreichender Menge“, sagt Ludger Koopmann, stellvertretender Bundesvorsitzender des ADFC, „Insbesondere an Bahnhöfen und Haltestellen ist die Zufriedenheit mit der Abstellsituation gering.“ Um den Anteil des Radverkehrs weiter zu erhöhen, müsste mehr Gewicht auf radfahrerfreundliche Infrastruktur gelegt werden – 82 Prozent der Deutschen zwischen 14 und 69 Jahren sprechen sich auf kommunaler Ebene für eine stärkere Beschäftigung der Politik mit dem Thema Radverkehr aus.