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Mitglieder des ADFC haben dieser Tage die neue Ausgabe des Reflektor Magazins in ihrem Briefkasten gefunden.

Themen diesmal: Das verkehrspolitische Programm des ADFC, die neuen Beleuchtungsvorschriften für Fahrräder, Bericht über das Aktiventreffen des ADFC, neue ADFC-Ortsgruppe in Pirna, Reflektor sucht Redakteure.

Reflektor Winter 2013/14 online

In Zittau gründet sich Anfang 2014 eine neue Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). Interessierte sind herzlich eingeladen am 14. Januar um 19.00 Uhr in der KULTUHR auf dem Karl-Liebknecht-Ring 9 in Zittau sein.

Es gibt schon erste Vorschläge für Themen:

- Tourenpläne für im Sommer anliegende „Feierabendrunden“
- Angebot an das Landratsamt zur Unterstützung der Sternfahrt, die im Jahr 2014 in Zittau endet.
- Allgemeine Themen über die Beschaffenheit der Fahrradwege und Vorschläge einer günstigen Wegführung ( Großes Thema: Umgestaltung des Zittauer Marktplatzes).

Bisher ist das gewöhnliche Zweirad Maßstab bei der Planung für den Radverkehr. Dreiräder und Fahrräder mit Anhängern kommen zwar im Straßenbild vor, werden bei der Planung jedoch selten berücksichtigt, weil sie mehr Platz brauchen als Zweiräder. Welche Probleme Personen haben, die ein Dreirad fahren oder einen Lasten- oder Kinderanhänger ziehen, wird in einer Online-Studie der TU Dresden erhoben. Themen sind Probleme beim Fahren auf verschiedenen Wegen, das Parken, das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer und die Reaktion von Dritten gegenüber den nicht ganz alltäglichen Fahrzeugen im Straßenverkehr.

Die Erfahrungen von heutigen Nutzern sollen gesammelt und ausgewertet werden, um Hinweise zu erhalten, wie die Verbreitung und die Nutzung von Dreirädern und Anhängern gefördert werden kann.

Die Online-Umfrage der TU Dresden dauert etwa 30 Minuten.

Die Bundesrepublik wird ihr Verkehrssicherheitsziel verfehlen, wonach die Zahl der Verkehrstoten bis 2020 um 40 Prozent sinken soll, wenn die Bundesländer ihre Anstrengungen nicht erhöhen. Das geht aus dem zweiten Bundesländerindex Mobilität hervor, den die Allianz pro Schiene in Berlin vorgestellt hat.

Sachsen belegt den 14. Rang in der Gesamtwertung des Bundesländerindexes Mobilität. Damit hat sich der Freistaat im Vergleich zum Vorjahr (Rang 7) deutlich verschlechtert. Besonders im Bereich "nachhaltige Mobilität" erhielt der Freistaat schlechte Noten, auch strebt Sachsen kein konkretes Ziel zur Verbesserung der Luftqualität an. Ebenso fällt die Bewertung der Verkehrssicherheit im Freistaat kritisch aus: Die Zahl der Getöten steigt von 168 (2010) auf 194 (2011) und 211 (2012).

Immer, wenn es ums Geld geht, zeigt sich ob eine Regierung bereit ist, ihre Wahlversprechen in reale Politik umzusetzen. Das gilt auch für die sächsischen Verkehrspolitik: Lediglich 6,6 Prozent der Bundesmittel für Verkehr werden in den Umweltverbund, also Bahn, Bus, Fahrrad und Fußverkehr investiert. Das steht nicht nur im Gegensatz zum deutlich höheren Anteil dieser Verkehrsarten im Freistaat, sondern deutet auf eine klare, politisch motivierte Benachteiligung umweltschonender Verkehrsarten hin.

Allianz pro Schiene: Bundesländerindex Mobilität

Neben den "harten Fakten" der Verkehrspolitik wie Investitionen in Fahrradinfrastruktur oder Sicherheitsdaten ist die Zufriedenheit der Nutzer ein zentralen Kriterium für Erfolg oder Misserfolg einer Radverkehrsstrategie. Diese Untiefen der städtischen Verkehrsplanung zu beleuchten und über das Befinden der Radfahrer genauer Bescheid zu wissen, ist Ziel des ADFC-Fahrradklima-Tests.

In Sachsen waren zwölf Städte am Fahrradklima-Test beteiligt, über 3000 Menschen haben sich beteiligt. Der ADFC hat dazu ein Faltblatt zum Fahrradklima-Test in Sachsen herausgebracht und die Ergebnisse der Untersuchung in verschiedenen sächsischen Städten präsentiert.

Faltblatt des ADFC Sachsen zum Fahrradklima-Test (pdf)
Ergebnisse aller teilnehmenden sächsischen Städte (pdf)

Am Abend des 9. Oktober 2013 hat sich in Pirna eine neue Ortsgruppe des ADFC gegründet. Sechzehn Rad-Interessierte - zum Teil bereits Mitglieder des ADFC - hatten sich eingefunden und über zukünftige Arbeitsschwerpunkte beraten. Neben der Freigabe von Einbahnstraßen in der Pirnaer Innenstadt kam auch der Bau eines Radwegs nach Struppen zur Sprache sowie zahlreiche weitere Themen, angefangen vom Winterdienst bis zu einer Fahrradroute aus der Innenstadt auf den Sonnenstein.

Die Ortsgruppe Pirna trifft sich das nächste Mal am 13. November, 19:00 Uhr im "Anker", Am Markt 8, Pirna. Auf der Tagesordnung stehen neben inhaltlichen Punkten die Wahl eines Sprechers und eines Schatzmeisters. Interessierte sind herzlich willkommen.

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