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„Bei keiner anderen Erfindung ist das Nützliche mit dem Angenehmen so innig verbunden, wie beim Fahrrad“. Schon aus dem vorletzten Jahrhundert stammt dieses recht bekannte Zitat von Adam Opel und man könnte meinen: Stimmt, ja, der Mann hatte Recht. So ist das. Fertig. Man könnte aber auch nachbohren: Gibt es nicht vielleicht Möglichkeiten, schnellere Fahrräder zu bauen? Fahrzeuge, die die begrenzte Energie des Fahrers effizienter in Bewegung umsetzen? Kann man das normale Fahrrad, so wie es zehntausendfach in unseren Städten herumfährt, nicht auch noch etwas bequemer machen? Liegeräder sind eine Antwort auf diese Fragen und seit einigen Jahren immer öfter auch auf der Straße zu sehen. Im aktuellen Reflektor Magazin wurde diesen Fragen nachgegangen

Mitglieder des ADFC Sachsen haben den Reflektor schon mit der Post bekommen. Aber auch allen anderen wünschen wir: Viel Spaß beim lesen! Das Reflektor Magazin finden Sie außerdem noch bei Facebook.

Wofür der Elbradweg beliebt ist, das wurde ihm dieser Tage zum Verhängnis: Die Nähe zum Fluss. Noch ist der Elbradweg an vielen Stellen überflutet und nicht passierbar (Stand Donnerstag, 13. Juni). In den nächsten Tagen wird sich die Lage aber voraussichtlich entspannen. Der Pegel fällt und immer mehr Abschnitte sind problemlos wieder befahrbar.

Nachtrag 12. Juli: Die Pegelstände an der Elbe sind wieder auf normalem Niveau, der Radweg ist wie gewohnt passierbar.

Wegen der Passierbarkeit des Spreeradwegs fragen Sie bitte beim Landratsamt Bautzen (03591 5251-0). Ab Beeskow flussabwärts ist der Spreeradweg allerdings passierbar.

In anderen Teilen der Welt ist das Fahrradrouting über Google Maps schon länger möglich. Seit Mai wurde auch in der deutschen Version eine Routenfunktion zum Radfahren eingeführt. Eine erfreuliche Entwicklung, die zeigt, dass das Radfahren im Alltag von einem Randphänomen immer mehr zur Normalität wird und immer mehr Menschen auf der Suche nach der praktischsten Radroute sind.

Ein Teil der Streckendaten stammt vom ADFC. Die aus dem ADFC-Radtourenportal bekannten Streckeneigenschaften wie Oberflächenqualität, Verkehrsbelastung etc. sind bei Google Maps allerdings nicht zu erkennen, sodass man dort keine Informationen über die Wegebeschaffenheit entnehmen kann.

Gelegentlich ergibt das Google-Radrouting noch suboptimale Ergebnisse. Wer Fehler oder Ergänzungen zum neuen Google-Radrouting melden möchte, kann dies über den Google Mapmaker selbst tun. Trotz aller anfänglichen Schwächen hilft die Radrouting-Funktion im Alltagsradverkehr dabei, den richtigen Weg zu finden. Radrouting, gerade für Alltagszwecke, genauso einfach, selbstverständlich und massentauglich zu machen wie für das Auto, ist ein wichtiger Schritt zu einem Verkehrssystem, in dem das Fahrrad ebenso komfortabel nutzbar ist wie das Automobil.

Seit dem 1. Mai hat der ADFC Sachsen, zum ersten Mal in seiner mehr als zwanzigjährigen Geschichte, einen hauptamtlichen Landesgeschäftsführer. In einem Bewerbungsverfahren mit insgesamt 18 Bewerbern hat sich Konrad Krause als der am besten Geeignete erwiesen.

Aus mehrjähriger Tätigkeit im Vorstand des ADFC Dresden und als Chefredakteur des Reflektor Magazins ist er mit Arbeitsweise und Strukturen des ADFC bereits vertraut. Die dynamische Entwicklung des Dresdner ADFC und seine Präsenz in der lokalen und regionalen Presse ist zu einem guten Teil auf sein Engagement zurückzuführen.

Konrad Krause hat an der TU Dresden Politikwissenschaft und Neueste Geschichte studiert und das Studium mit einer Magisterarbeit zur Verkehrspolitik in der frühen DDR abgeschlossen. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Mehr als es der ehrenamtlich tätige Landesvorstand bisher vermochte, wird er der Stimme des ADFC Gehör verschaffen können und Akteuren aus Politik und Verwaltung landesweit als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Der Freistaat Sachsen steht in den nächsten Jahren vor großen Herausforderungen: 9% bis 12% weniger Einwohner bis zum Jahr 2025, weitere Konzentration der Bevölkerung in den großen Städten, begrenzte Mittel der öffentlichen Kassen und der Anspruch die Mobilität für alle Bürger und die Wirtschaft in hoher Qualität unter Einhaltung unserer anspruchsvollen Umweltgesetzgebung zu gewährleisten.

In seiner Stellungnahme zum Entwurf des Landesentwicklungsplans stellt der ADFC Sachsen fest, dass das Fahrrad dabei ein wesentlicher Baustein ist, um dieses Ziel zu erreichen. Bei vielen Wegen kann gerade im Zusammenspiel mit dem öffentlichen Verkehr das Fahrrad viele Autofahrten ersetzen. Unter anderem weniger Stau auf den Straßen und eine bessere Auslastung von Bussen und Zügen sind die Folge. Vorteile die allen zu Gute kommen.

Radfahren erfreut sich wachsender Beliebtheit in Sachsen. Das schlägt sich auch in einer Zunahme der Mitgliederzahl des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs auf 2.500 Mitglieder nieder. Allerdings ist noch viel zu tun, damit Sachsen ein fahrradfreundliches Bundesland wird.

Am Sonnabend, den 3. März fand die Landesdelegiertenversammlung des ADFC Sachsen im Umweltzentrum Chemnitz, Henriettenstr. 5, ab 10 Uhr statt. Die Versammlungsteilnehmer wählten einen neuen Vorstand und beschlossen einen neuen Haushalt. Zudem wurde eine erneuertes Verkehrspolitisches Papier beschlossen.