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Der Fahrradklima-Test, eine Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), ließ für drei Monate Radfahrende zu Wort kommen. Vom September bis November 2018 konnten sie ihre Meinung zum Fahrradklima in ihrer Stadt kundtun. Die Ergebnisse für den Freistaat sind eher ernüchternd: 71% der Radfahrenden geben an, sich im Verkehr nicht sicher zu fühlen. Gleichzeitig fühlen sich nur 16% der sächsischen Radfahrenden als Verkehrsteilnehmer akzeptiert.

Der Fahrradklima-Test ist die größte Umfrage zum Fahrradklima weltweit. Er umfasst 32 Fragen und wird seit 2012 in jedem zweiten Jahr durchgeführt. In 43 sächsischen Städten nahmen ausreichend Personen an der Umfrage teil, die Mindestteilnahmezahl lag zwischen 50 und 100 Befragten. Über alle 32 Fragen hinweg lag die durchschnittliche Schulnote in den sächsischen Kommunen zwischen 3,5 und 4,7:

Gesamtbewertung

Deutschlandweit nahmen rund 170.000 Personen an der Umfrage teil. 74% der Befragten nutzen täglich das Rad, allerdings sind nur 15% von ihnen Mitglied im ADFC. Gleichzeitig fahren mehr als drei Viertel der Befragten regelmäßig mit dem Auto als auch mit dem Fahrrad und kennen somit beide Perspektiven. Das Fahrradklima, also die Wahrnehmung der Radverkehrsbedingungen hat sich bundesweit weiterhin verschlechtert. 2014 wurde das Fahrradklima noch mit 3,7 bewertet, 2016 mit 3,8 – 2018 mit 3,9. Im Freistaat Sachsen verbesserte sich das Fahrradklima hingegen leicht von der Schulnote 4,03 auf 3,95. Sachsenweit nahmen fast 10000 Befragte am Fahrradklima-Test teil und damit mehr als doppelt so viele wie noch 2016.

Der ADFC Sachsen nutzte den Fahrradklima-Test 2018 auch, um die Ergebnisse in einer Broschüre zusammenzufassen und Handlungsempfehlungen zu geben, wie das Fahrradklima in einzelnen Kommunen weiterhin verbessert werden kann. Dieser Reader lässt sich hier abrufen.

Zu den detaillierten Ergebnissen der Umfrage:

I. Fahrrad- und Verkehrsklima

Frage 1: Zustimmung zur Aussage "Bei uns ist Radfahren Stress."

Frage 2: Zustimmung zur Aussage "Bei uns wird man als Radfahrer/in nicht ernst genommen."

Frage 3: Zustimmung zur Aussage "Bei uns fahren eher nur bestimmte Gruppen Fahrrad (z. B. Kinder, Radsportler)."

Frage 4: Zustimmung zur Aussage "Bei uns findet keine Werbung für das Radfahren statt."

Frage 5: Zustimmung zur Aussage "Bei uns wird in den Medien nur über Unfälle und das Fehlverhalten von Radfahrer/-innen berichtet."

II. Stellenwert des Radverkehrs

Frage 6: Zustimmung zur Aussage "Bei uns wurde in jüngster Zeit kaum etwas für den Radverkehr getan."

Frage 7: Zustimmung zur Aussage "Bei uns wird großzügig geduldet, wenn Autofahrer/-innen auf Radwegen parken."

Frage 8: Zustimmung zur Aussage "Bei uns werden Radwege selten gereinigt."

Frage 9: "Bei uns sind Ampelschaltungen nicht gut auf Radfahrer/-innen abgestimmt."

Frage 10: Zustimmung zur Aussage "Bei uns werden im Winter Radwege nicht geräumt und gestreut."

III. Sicherheit beim Radfahren

Frage 11: Zustimmung zur Aussage "Bei uns fühlt man sich als Radfahrer/-in gefährdet."

Frage 12: Zustimmung zur Aussage "Bei uns gibt es häufig Konflikte zwischen Radfahrer/-innen und Fußgänger/-innen"

Frage 13: Zustimmung zur Aussage "Bei uns gibt es häufig Konflikte zwischen Radfahrer/-innen und Autofahrer/-innen."

Frage 14: Zustimmung zur Aussage "Bei uns gibt es viele Hindernisse auf Radwegen und Radfahr-streifen (z. B. Laternen, Drängelgitter, Werbeständer)."

Frage 15: Zustimmung zur Aussage "Bei uns werden Fahrräder oft gestohlen."

Frage 16: Zustimmung zur Aussage "Bei uns kann man auf Radwegen und Radfahrstreifen nicht sicher fahren."

Frage 17: Zustimmung zur Aussage "Bei uns wird man auf der Fahrbahn bedrängt und behindert."

IV. Komfort beim Radfahren

Frage 18: Zustimmung zur Aussage "Bei uns sind Wege für Radfahrer/-innen oft zu schmal"

Frage 19: Zustimmung zur Aussage "Bei uns sind Wege für Radfahrer/-innen holprig und in schlechtem baulichen Zustand."

Frage 20: Zustimmung zur Aussage "Bei uns findet man kaum geeignete Abstellmöglichkeiten."

Frage 21: Zustimmung zur Aussage "Bei uns werden Radfahrer/-innen an Baustellen meistens zum Absteigen und Schieben gezwungen"

Frage 22: Zustimmung zur Aussage "Bei uns ist es schwierig und/oder teuer, Fahrräder in öffentlichen Verkehrsmitteln mitzunehmen"

V. Infrastruktur und Radverkehrsnetz

Frage 23: Zustimmung zur Aussage "Bei uns ist das Stadtzentrum bzw. die Ortsmitte schlecht mit dem Fahrrad zu erreichen."

Frage 24: Zustimmung zur Aussage "Bei uns wird man am zügigen Fahren mit dem Rad gehindert und muss Umwege fahren."

Frage 25: Zustimmung zur Aussage "Bei uns ist in den meisten Einbahnstraßen das Fahren in der Gegenrichtung für Radfahrer/-innen nicht erlaubt."

Frage 26: Zustimmung zur Aussage "Bei uns gibt es keine (oder nur sehr schlechte) Wegweiser für Radfahrer/-innen"

Frage 27: Zustimmung zur Aussage "Bei uns gibt es nicht einmal die Möglichkeit, ein Fahrrad zu mieten."

VI. Zusatzbefragung 2018 zur Familienfreundlichkeit

Zusatzfrage 1: Zustimmung zur Aussage "Bei uns kann man selbst größere Kinder nicht mit gutem Gewissen allein Rad fahren lassen."

Zusatzfrage 2: Zustimmung zur Aussage "Bei uns können kleine Kinder nicht sicher auf den Gehwegen fahren (Gehwege sind schmal und unübersichtlich)"

Zusatzfrage 3: Zustimmung zur Aussage "Bei uns kann man auf den Radwegen nicht gut mit dem Kinderanhänger oder Lastenrad fahren."

Zusatzfrage 4: Zustimmung zur Aussage "Bei uns wird abgeraten, mit dem Rad zur Schule zu fahren."

Zusatzfrage 5: Zustimmung zur Aussage "Bei uns ist es unüblich, dass Kinder mit dem Rad zur Schule fahren."

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