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mobibike 750Nutzen statt besitzen - das erfreut sich auch im Bereich der Mobilität immer größerer Beliebtheit. Der so geförderte Verkehrsmittelmix trägt zur Reduzierung des Autoverkehrs in Städten bei. Dresdens Bike-Sharing System „MOBIbike“ ist ein Teil eines solchen Systems aus ÖPNV, CarSharing und Leihrädern. Nach der Einführung von MOBIbike im Sommer 2020 veröffentlichte der Anbieter der gelben Leihräder nun erstmal Daten zur Nutzung. Diese übersteigen die Erwartungen deutlich und zeigen: Leihradsysteme setzen nicht nur in Städten Impulse, wo bislang wenig Rad gefahren wurde. Wenn ein Leihradsystem gut organisiert und mit anderen Angeboten eng verzahnt ist, kann es auch in einer Stadt mit einer hohen Anzahl Fahrräder pro Haushalten einen relevanten Beitrag zur Mobilität leisten. Dabei sehen die DVB und nextbike in den gelben Leihfahrrädern sogar noch weiteres Potenzial.

Seit August 2020 stehen im Dresdner Stadt 1.000 Leihräder zur Verfügung. Die Präsenz der Räder in der Stadt ist nicht nur durch ihre gelbe Farbe, sondern auch durch die deutlich aufgestockte Anzahl höher. Auch sind die Räder perfekt mit dem ÖPNV vernetzt: Besitzer einer Abo-Monatskarte der DVB sowie Studierende können die Räder eine halbe Stunde kostenfrei nutzen. 

Ein Erfolgsmodell: Die DVB registriert nun seither über 1 Mio. Fahrten. Durchschnittlich werden die Räder zwischen 2.500 und 4.000 Mal pro Tag ausgeliehen - ein selten hoher Wert für Leihradsysteme. Bald schon rechnet die DVB mit bis zu 5.000 Ausleihen pro Tag. Damit sind die Dresdner MOBIbikes eines der erfolgreichsten Fahrradverleihsysteme von 300 Nextbike-Systemen in 28 Ländern weltweit.

dvb MOBI Logo gelbAn aktuell 44 so genannten MOBIpunkten in Dresden sind ÖPNV, Elektromobilität sowie Car- und Bikesharing miteinander verbunden. Die Verkehrsmittel sollen sich ergänzen und den Nutzer:innen Flexibilität und Auswahl bieten. Nicht nur die Nutzung der Leihräder hat seit der Einführung von MOBIpunkten und MOBIbikes stark angezogen, auch das CarSharing profitiert von den über die Stadt verteilten und gut erkennbaren zentralen Punkten für Shared Mobility. 

Und je mehr das Prinzip nutzen statt besitzen in die Stadtteile kommt, desto leichter macht es die Stadt den Menschen, auf ein eigenes Auto zu verzichten. In Dresden stehen derzeit 350 Carsharing-Fahrzeuge des Anbieters teilAuto an MOBIpunkten zur Verfügung. Sie ersetzen zwischen 2.100 und 3.500 Privat-Pkw und tragen so zur Entlastung der Parkplätze bei. Stadt Dresden und DVB haben vor, noch dieses Jahr weitere 21 MOBIpunkte fertigzustellen. Zudem sollen weitere MOBIbikes angeschafft werden, neben E-Bikes sind auch Leihlastenräder im Gespräch.

Dass multimodale Angebote wie die MOBIpunkte in Dresden zu kürzeren Tagesstrecken mit dem Auto führen, hat schon 2017 die Studie „Mobilität in Deutschland“ deutlich gezeigt. Bei Personen, die sich also multimodal fortbewegen, entfallen entsprechend weniger Kilometer des zurückgelegten Weges auf das Auto. Stattdessen nutzen sie ÖPNV, Fahrrad und Auto kombiniert – das kann die Stadt von Emissionen entlasten. Shared-Mobility-Angebote fördern die Multimodalität, denn kurze Wege in der Stadt werden stärker auf das Fahrrad verlagert, wohingegen Carsharing-Angebote für spezielle oder weite Wege in Anspruch genommen werden können. 

Auch dafür sprechen die Nutzerdaten der MOBIbikes: Die meisten Fahrten dauern nicht länger als 15 Minuten, sie ersetzen so bequem und praktisch das Auto für kurze Wege in der Stadt.

Schon gewusst? ADFC-Mitglieder profitieren gegen Vorlage ihres Mitgliedausweises vom Sondertarif bei teilAuto.

Zur Studie Mobilität in Deutschland 2017 (MiD)
Sächsische Zeitung: Dresden ist eine der erfolgreichsten Leihfahrrad-Städte

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