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  • Ende November kündigte die Bundesregierung die Förderung von Lastenrädern an. Doch nun kommt heraus: Dabei scheint es sich zu einem nicht unerheblichen Teil um heiße Luft zu handeln. Der ADFC wird sich deshalb weiterhin für kommunale Förderstrukturen von Lastenrädern einsetzen, wie sie etwa die Stadt München hat.

  • dienstradDie meisten Fahrradpendler wissen sicherlich, dass es sich nicht nur gesundheitlich lohnt, den täglichen Arbeitsweg mit dem Fahrrad zu absolvieren. Auch finanziell hat es seine Vorteile, denn die Pendlerpauschale, die man in der Steuererklärung als Werbungskosten geltend machen kann liegt unabhängig vom genutzten Verkehrsmittel bei 30 Cent pro Kilometer. Wegen der gegenüber Auto und ÖPNV geringeren laufenden Kosten, macht sich das Fahrrad da schnell bezahlt. Zusätzlich bieten günstige Leasingmodelle wie Jobrad oder die Mitmachaktionen Mit dem Rad zur Arbeit und Stadtradeln weitere Anreize für den Umstieg auf den Sattel.

    Doch wie sieht es eigentlich aus, wenn man einen Auswärts-Geschäftstermin mit dem Fahrrad wahrnehmen möchte oder die Überlegung ansteht, ob Pflegedienst Sorglos oder Hausmeister Krause sich vielleicht ein Lastenrad als Dienstfahrzeug zulegen, weil Parkplatzprobleme bei den Betreuten damit endgültig der Vergangenheit angehören?

  • ADFC Sachsen begrüßt Förderung im sächsischen Doppelhaushalt 2019/20

    Am Donnerstag wird der Sächsische Landtag ein landesweites Förderprogramm für Lastenräder beschließen. Die Fraktionen CDU, SPD und Grüne im Sächsischen Landtag haben sich darauf verständigt, im Landeshaushalt für 2019 eine Förderung in Höhe von 500.000 Euro, für 2020 sogar eine Million Euro einzuplanen. Mit den Mitteln sollen gewerblich genutzte Lastenräder gefördert werden, sowie freie Lastenräder, die der Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Eine Förderung von privat genutzten Lastenrädern ist nicht geplant. Die detaillierten Förderbedingungen und –höhen sind ebenfalls bislang noch nicht bekannt.

    Konrad Krause, Geschäftsführer des ADFC Sachsen, begrüßt die beschlossene Lastenradförderung. „Lastenräder stellen eine saubere, ökologische und platzsparende Alternative zum Auto dar. Mit Spaß und Leichtigkeit können so auch sperrige Dinge transportiert werden, gewissermaßen abgasfrei am Stau vorbei. Wir begrüßen sehr, dass Sachsen diesen Schritt für nachhaltige Mobilität geht. Die Lastenradförderung kennen wir bereits aus vielen Gemeinden sowie den Ländern Baden-Württemberg und Berlin.“ Ausgehend von diesen Erfahrungen geht der ADFC von einer Zunahme der Nutzung von Lastenrädern im gewerblichen Bereich aus. „Nicht nur für Fahrradkuriere oder die Postzustellung sind Lastenräder geeignet. Denkbar ist die Nutzung zum Beispiel auch für Wohnungsgenossenschaften, Hausmeisterservices oder die häusliche Krankenpflege. Durch die Zeitersparnis im Stadtverkehr und bei der Parkplatzsuche sowie die geringen laufenden Kosten von Lastenrädern sind sie für unterschiedlichste Nutzungen im Dienstleistungsbereich interessant.“

    Hintergrund

    Als innerstädtische Transporter können Lastenräder ihre Vorteile gegenüber Pick-Ups oder Kleintransportern schnell ausspielen. Denn auf vielen Strecken ist das Fahrrad in der Stadt schneller als das Auto: Die Parkplatzsuche entfällt, die Wege verlaufen direkt von Tür zu Tür und auf dem Radweg am Stau vorbei. Für Gewerbetreibende und Firmen außerdem interessant: Die zwei- oder dreirädrigen Sprinter punkten durch ein positives Image. Die meisten Lastenräder am Markt sind inzwischen mit einer elektrischen Unterstützung erhältlich. „Der eigentliche Boom der Elektromobilität findet nicht bei den Autos, sondern im Fahrradbereich statt.“ ist Krause überzeugt. „Ein elektrisch unterstütztes Lastenrad verbindet die Vorteile des wendigen Fahrrads mit der Power des Elektromotors. Wenn wir städtische Mobilität in Zukunft sicher, flächensparend und sauber organisieren wollen, kommen wir am Transportrad daher nicht vorbei.“ so der ADFC-Geschäftsführer.

    Lastenräder werden seit über 100 Jahren genutzt. In den 80er-Jahren erlangten sie vor allem in Amsterdam und Kopenhagen steigende Popularität. In Kopenhagen gibt es zurzeit schätzungsweise 40.000 Lastenräder. Über ein Viertel aller Familien mit zwei oder mehr Kindern besitzt in Kopenhagen ein Cargobike. Damit sind 6% aller Räder in Kopenhagen Lastenräder.

    Um ein Lastenrad zu nutzen, besteht keine Notwendigkeit, eines zu besitzen. Viele Büro- und Hausgemeinschaften teilen sich ein Lastenrad. Darüber hinaus gibt es in Deutschland in über 70 Städten freie Lastenradinitiativen. Hier können kostenfrei oder gegen eine kleine Spende Lastenräder geliehen werden. In Sachsen gibt es aktuell 13 solcher freien Lastenräder. Darunter die Dresdner Lastenradinitiative Frieda & Friedrich, die inzwischen acht freie Lastenräder auf die Straße gebracht hat.

    Lastenräder sind zurzeit noch weniger populär als in Dänemark oder den Niederlanden. Beim Fahrrad-Monitor, einer repräsentativen Studie des Sinus-Instituts, gaben 7% aller Befragten in Deutschland an, dass sie sich vorstellen können, ein Lastenrad anzuschaffen. Die Kaufinteressierten waren durchschnittlich jünger und häufiger Frauen. 16% der Befragten gaben an, dass sie sich vorstellen können, ein Leihsystem für Lastenräder zu nutzen. Tatsächlich nutzen zurzeit nur rund ein Prozent der Deutschen ein Lastenrad. In Kopenhagen dagegen besitzt ein Viertel der Familien mit zwei oder mehr Kindern ein eigenes Lastenrad.

    Die Studie ermittelte auch, dass 81% der Lastenradfahrenden das Lastenrad zum Einkaufen nutzen. Darüber hinaus wird das Lastenrad zum Transport von Gegenständen (38%), von Tieren (27%) und von Personen (27%) genutzt. 15% der Lastenradfahrenden nutzen das Rad bereits aus beruflichen Gründen.

    Weiterführende Links und Bilder:

    Die Studien-Ergebnisse des Fahrrad-Monitors lassen sich hier finden: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/G/fahrradmonitor-2017-ergebnisse.pdf?__blob=publicationFile

    Informationen zu Lastenrädern in Kopenhagen: http://www.copenhagenize.com/2015/10/cargo-bike-nation-copenhagen.html

    Link zur Dresdner Lastenradinitiative Frieda & Friedrich: https://friedafriedrich.de/

    Fotoserie mit verschiedenen Lastenrädern: https://www.pd-f.de/bilderarchiv/pdfgallery/?&search=Lastenrad

  • MP on bikeEs ist Sommer, die Kandidaten und Wahlversprechen reifen in der Sonne an Bäumen und Laternen. Wenn dann am 1. September gewählt wurde, halten einige der vorher formulieren Ziele dann Einzug in das Regierungsprogramm bzw. den Koalitionsvertrag der neuen Staatsregierung. So war das bereits zur letzten Landtagswahl 2014.

    Die Landtagswahl 2019 ist somit ein guter Anlass im Koalitionsvertrag der bisherigen CDU/SPD-Regierung nachzuschauen und beim Thema Radverkehr Bilanz zu ziehen: Welche Punkte konnten umgesetzt werden, welche sind auf der Strecke geblieben?

  • Lastenfahrrad Radkutsche MusketierAm 13. Dezember haben die Abgeordneten des Sächsischen Landtags eine Förderung für Lastenräder beschlossen. Der Landeshaushalt des Jahres 2019 sieht eine Förderung in Höhe von 500.000€ vor. Für das Jahr 2020 sind eine Million Euro veranschlagt. Gefördert werden gewerblich genutzte Lastenräder sowie freie Lastenräder, die der Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Eine Förderung von privat genutzten Lastenrädern ist nicht geplant. Die detaillierten Förderbedingungen und –höhen sind ebenfalls noch nicht bekannt. Die große Förderhöhe gibt nun die Möglichkeit, die Anzahl an Lastenrädern auf sächsischen Straßen enorm zu erhöhen.

  • Der Sächsische Landtag beschloss in seinem Doppelhaushalt 2019/2020 die Finanzierung eines Förderprogramms für Lastenräder. Der Landeshaushalt des Jahres 2019 sieht eine Förderung in Höhe von 500.000€ vor. Für das Jahr 2020 sind eine Million Euro veranschlagt. Gefördert werden gewerblich genutzte Lastenräder sowie freie Lastenräder, die der Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Eine Förderung von privat genutzten Lastenrädern ist nicht geplant.

    Leider hat das zuständige SMWA noch immer nicht die Förderrichtlinie für das Programm veröffentlicht. Entsprechend ist noch nicht bekannt, welche Lastenräder in welcher Höhe gefördert werden.

    Weitere Informationen lassen sich hier finden.

  • Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) fördert das Bundesumweltministerium das dreijährige Projekt "Lastenrad-Test" des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Das Mobilitätsprojekt soll den Einsatz von Lastenrädern in der gewerblichen Nutzung stärken und so einen Beitrag zur Minderung der Treibhausgasemissionen leisten.

    Ziel des am 1. Januar 2017 gestarteten Projektes ist es, das Lastenrad als ökologisch und ökonomisch sinnvolles Transportmittel für eine breite gewerbliche Nutzung bekannt zu machen.

    Das neue Projekt beinhaltet den Aufbau eines umfangreichen Lastenrad-Testangebots. Insgesamt sollen 150 unterschiedliche Lastenräder jeweils für bis zu drei Monate zum Test an interessierte Unternehmen ausgeliehen werden. Ab sofort werden dafür bundesweit bis zu 450 interessierte Unternehmen gesucht.

    Weitere Informationen auf www.bmub.bund.de

  • Weihnachten steht vor der Tür und damit die übliche Flut an Geschenken. Allein die zahlreichen auf Radwegen parkenden Post-Transporter in den Wochen vor Heilig Abend lassen ahnen, dass nicht nur der Transport ungeahnte Mengen irdischer Ressourcen verbraucht. Auch bei der Herstellung der unzähligen kleineren und größeren Kleinigkeiten steht zumeist nicht gerade die Verbesserung des Weltklimas im Vordergrund.

    In den Tagen der schwierigen COP21-Klimaverhandlungen in Paris schiebt sich so relativ schnell eine Frage in den Vordergrund: Ließe sich Weihnachten nicht vielleicht genau dazu nutzen? Getreu dem alten Klimaschutzmotto global denken - lokal handeln böte sich zum Beispiel der Kauf eines Lastenrades an.

    Bei SPIEGEL Online ist nun - passend drei Wochen vor Weihanchten - eine vierteilige Serie über Lastenräder erschienen. Entgegen der hierzulande noch verbreiteten Meinung, spätestens die eigenen Kinder seien ein Anlass, sich ein neues, größeres oder zusätzliches Automobil anzuschaffen, zeigt der SPIEGEL-Bericht: Ein Lastenrad tut's auch. Und zwar besser.

    Modellpalette und Möglichkeiten der praktischen Transporter haben sich in den letzten Jahren erheblich erweitert. Mit so einem stadtverträglichen und klimaschonenden Kleinlaster wird zumindest der Zweitwagen überflüssig. Im Gegensatz zu den inzwischen im Wochentakt in alle Richtungen wachsenden Großstadtgeländewagen ist das Lastenrad genau so groß wie nötig, genauso preiswert wie möglich, macht keinen Dreck und stellt keine Gefahr für Mensch und Natur dar.

    Und den Namen Sports Utility Vehicle verdient es im Gegensatz zu den wabbeligen Großstadtpanzern wirklich - neben den alltäglichen Transporten sichert das Radfahren stets die nötige Basisfitness, damit der Fahrer oder die Fahrerin nicht nach ein paar Jahren genauso wabbelig aussieht und ähnliche Probleme mit der eigenen Kleidung bekommt wie die Geländewagen in den für sie zu kleinen Parkplätzen. Unschlagbar ist freilich auch der Prestigewert eines Lastenrads.

    Von den Klimaverhandlungen ist gewohnheitsmäßig wenig zu erwarten. Warum also nicht selbst beginnen? In Kopenhagen nutzen inzwischen 28% der Haushalte mit zwei oder mehr Kindern ein Lastenrad.

    Kauf eines Transportfahrrads, Teil 1: Aus Lust zur Last
    Kauf eines Transportfahrrads, Teil 2: Schön schräg
    Kauf eines Transportfahrrads, Teil 3: Der radelnde Holländer 
    Kauf eines Transportfahrrads, Teil 4: Schwierige Kiste

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