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Nach erfolgreicher Petition rufen ADFC und Bürgerinitiative S 163 zur Kundgebung auf

Am Samstag, den 27. April werden ab 11 Uhr Radfahrende für einen straßenbegleitenden Radweg an der S 163 demonstrieren. Die Fahrrad-Demonstration startet auf dem Parkplatz am Hockstein und führt anschließend auf der S 163 zum Abzweig Stürza/ Heeselicht und zurück. Zuvor hatten sich innerhalb von vier Wochen 1.670 Personen für einen Radweg an der ehemaligen Rennstrecke ausgesprochen, 1.313 von ihnen kamen aus dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Vor zwei Jahren wurde der Teil der ehemaligen Rennstrecke von 10 Meter Breite auf eine Fahrbahnbreite von 7 Metern zurückgebaut. Bei den Umbaumaßnahmen wurde kein Radweg mitgebaut, obwohl die Straße stark befahren ist. Radfahrende sind dadurch nach wie vor gezwungen, auf der Straße zu fahren.

Konrad Krause, Geschäftsführer des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Sachsen, freut sich über das Engagement aus Hohnstein: „Es ist schön zu sehen, dass das Radfahren nicht nur ein Thema der großen Städte ist. Überall haben Menschen das Bedürfnis, sicher und komfortabel Rad zu fahren. Mir ist es wichtig, dass die Leute auch in Gegenden mit geringerer Einwohnerdichte mobil sein können.“ Die Flurstücksbreite von mindestens 16 Metern hätte stets genügend Platz für einen Radweg gelassen. „Es macht mich fassungslos, dass bei den Planungen kein Radweg berücksichtigt wurde, obwohl stets genügend Raum gewesen wäre. Der ADFC unterstützt daher das Anliegen der Bürgerinitiative ausdrücklich und fordert, diesen Missstand schnellstmöglich zu beheben“, sagt Krause.

Hintergrund:

Ursprünglich wurde die Straße in den 20er- Jahren als Rennstrecke gebaut und in den 30er-Jahren weiter als Rundkurs erschlossen. Die breiten Straßen laden nach wie vor zum Fahren mit teils deutlich überhöhten Geschwindigkeiten ein. Radfahrende, die hier auf der Straße fahren müssen, sind diesen hohen Geschwindigkeiten schutzlos ausgeliefert. Der Abschnitt der S 163 wird im Radverkehrskonzept des Landes mit der untersten Priorität C geführt. Das bedeutet, dass das Land nach eigener Aussage in der Zukunft eine Prüfung durchführen wird, ob eine Radverkehrsanlage notwendig ist. Tatsächlich befahren zurzeit täglich 2.700 Autos die S 163, darunter viele LKW. Ab einer Verkehrsstärke von 2.500 Kfz pro Tag sehen die Regelwerke ("Empfehlungen für Radverkehrsanlagen / ERA 2010") an Außerortsstraßen mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h den Anbau eines Radwegs vor. Nach den bundesweit geltenden Regelwerken wäre an der S 163 also der Anbau eines Radwegs zwingend notwendig. Für den Freistaat Sachsen scheinen diese grundsätzlichen Parameter beim Bau von Staatsstraßen jedoch nicht entscheidungsrelevant zu sein.

Fahrrad-Demo der BI für einen Radweg an der S 163
Termin: Sonnabend den 27.04.2019 um 11.00 Uhr
Treffpunkt: Parkplatz am Hockstein

Link zur Petition: openpetition.de/!vjyps

Link zur Radverkehrskonzeption des Freistaates: www.radverkehr.sachsen.de/5700.html

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