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2020 07 23 radweg czMit den Sommerferien ist kürzlich in Sachsen auch die Haupt-Urlaubszeit losgegangen. Coronabedingt planen viele in diesem Jahr ihren Urlaub lieber regional und verzichten auf die Flugreise zu weit entfernten Zielen. Ein großer Trend sind dabei Radtouren - egal ob für einen Tag, das Wochenende oder auch länger. Weil die Nachbarländer Tschechien und Polen für die meisten Sachsen näher liegen als viele Radreiseregionen in Deutschland, haben wir ein paar Tipps zusammengestellt, was es dort bei Touren jenseits der Grenze mit dem Fahrrad zu beachten gibt.

raddiebstahl iconTraurige Statistik: Aufwärtstrend bei den Fahrraddiebstählen, Abwärtstrend bei der Aufklärungsquote

Seit einigen Wochen beschäftigt der Fahrradgate Medien, Politik und Gesellschaft in Sachsen. Der Innenminister steht unter Druck. Was dabei etwas in den Hintergrund gerückt ist: Seit Jahren ist die Zahl gestohlener Fahrräder im Freistaat Sachsen hoch, dabei steigt auch der Wert der gestohlenen Fahrräder.

Zwischen 2016 und 2019 hat der durchschnittliche Kaufpreis von Neufahrrädern, nicht zuletzt durch die steigende Beliebtheit von E-Bikes, um etwa 50% auf inzwischen 982 € zugelegt (Quelle: ZIV). Damit steigt auch der Wert des erbeuteten Diebesgutes, denn die Zahlen gestohlener Räder in Sachsen sind im gleichen Zeitraum gleichbleibend auf hohem Niveau: 2019 wurden rund 21.000 Diebstähle gemeldet (Quelle: LKA). Keine positive Entwicklung gegenüber dem Bericht des ADFC Sachen aus dem Jahr 2015.

Aufkleber Abstand PolizeiSeit Montag machen Aufkleber auf den etwa 300 Streifenwagen der Polizei Dresden auf den Mindestabstand beim Überholen von Radfahrenden aufmerksam. Zur öffentlichen Vorstellung der Aufkleber durch Sachsens Innenminister Wöller und den ADFC führte die Polizei auch Kontrollen des Überholabstands durch.

Sachsens Polizei reagiert damit auf die Novelle der Straßenverkehrsordnung: Seit April definiert sie einen Mindestabstand von 1,50 Metern beim Überholen von Radfahrenden. Außerorts beträgt der Abstand 2 Meter. Ziel des ADFC ist es, dass in Sachsen die Öffentlichkeitsarbeit und Kontrollen in Zusammenhang mit der Novelle der StVO und zum Thema Überholabstand ausgeweitet werden. Dazu stehen wir mit der Polizei und dem Sächsischen Innenministerium in engem Kontakt.

Hier gibt es Abstandsaufkleber für das eigene Auto

Bullitt BischofswegThüringen fördert die Anschaffung von Transporträdern: Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund stellte die Förderrichtlinie am Montag in Erfurt vor, Seite an Seite mit Vertretern der Sharing-Initiative „Ella“, welche 2015 als erster Anbieter freie Lastenräder auf Erfurts Straßen brachte.

Der Freistaat Thüringen bezuschusst den Kauf von Lastenrädern mit maximal 3000€ pro Antrag, je nach Ausführung des Rades. Dabei wird unterschieden zwischen Lastenfahrrädern und Pedelecs, die dem Fahrer mit unterstützendem Elektromotor eine Fahrgeschwindigkeit von bis zu 45 km/h ermöglichen. Die umweltfreundlichen Transportmittel beweisen ihre Vorzüge vor allem im städtischen Bereich und auf kurzen Wegen. Mit einer Tragleistung von mindestens 50 kg können Cargobikes auf vielen Transportwegen das Auto ersetzen. Auch die Stellplatzinfrastruktur, zum Beispiel in Form von Fahrradboxen, werden über die Förderrichtlinie bezuschusst.

Logo RadSNSeit etwa zehn Jahren erleben Rad- und Fußverkehr in Deutschland einen Boom. Damit verbunden sind Herausforderungen sicherer Infrastruktur, eine neue Flächenaufteilung sowie Fragen generationengerechter Verkehrssysteme.

Diese Herausforderungen zu meistern, haben sich in vielen Bundesländern Arbeitsgemeinschaften gebildet, in denen Kommunen gemeinsame Lösungen entwickeln und den Wissensaustausch voranbringen. Seit Anfang 2019 gibt es mit der Arbeitsgemeinschaft sächsischer Kommunen zur Förderung des Rad- und Fußverkehrs, kurz Rad.SN, auch in Sachsen eine solche Arbeitsgemeinschaft.

Heute hat der Freistaat Sachsen mit der Unterzeichnung des Fördervertrags den Weg für den Aufbau professioneller organisatorischer Strukturen für Rad.SN freigemacht. Aktuell sind 18 Städte Mitglied bei Rad.SN, weitere Beitritte zur Arbeitsgemeinschaft sind in Vorbereitung.

Mindestüberholabstand gilt immer - egal ob Radfahr-, Schutz- oder gar kein Streifen2020 05 29 pbl

Mit der seit April geltenden Neuerung der StVO sind die Mindestüberholabstände von 1,50 m innerorts und 2 m außerorts jetzt nicht nur durch Gerichtsurteile festgeschrieben, sondern fester Bestandteil der Straßenverkehrsordnung geworden.

Was viele nicht wissen: Der Überholabstand muss nicht nur bei Überholvorgängen in der selben Spur beachtet werden, sondern gilt auch, wenn man mit dem Auto einen Radfahrer überholt, der auf einem Schutzstreifen oder Radfahrstreifen fährt. Auch wenn der weiße Streifen links des markierten Radwegs vom Autositz aus vielleicht als ausreichende Barriere zwischen Außenspiegel und Lenkerende erscheinen mag: Überholmanöver mit weniger als 1,50 m Abstand sind auch dort nicht zulässig, wo der Radverkehr im Bereich der Fahrbahn auf markierten Wegen geführt wird.

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