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19 Jahre altes Radwegekonzept für die Region um Dresden enthält zahlreiche nicht realisierte Projekte

Vier Jahre ist es her, dass der Freistaat Sachsen die Staatstraße 163 bei Hohnstein sanierte. Dabei verringerten die Planer die nutzbare Fahrbahnbreite von etwa 12 auf sieben Meter. Schnell regte sich Protest vor Ort, denn die Anwohner hatten die bisher überbreite Straße bisher gut mit dem Rad benutzen können. Nach dem Umbau war das nicht mehr möglich. Die Mobilität mit dem Rad ist seitdem erheblich eingeschränkt, das Sicherheitsgefühl nah am Nullpunkt.

Jetzt kommt raus: Schon 2002 sah das Radwegekonzept des Straßenbauamts Dresden den Bau eines Radwegs an der S 163 zwischen Bad Schandau und Heeselicht vor. Was der ADFC von Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig bereits vor vier Jahren forderte, steht in dem 19 Jahre alten Konzept schwarz auf weiß:

„Im Bereich der ehemaligen Rennstrecke zwischen Hocksteinschänke und Stürza weist die S 163 eine überbreite Fahrbahn auf, so dass hier durch Markieren eines Radfahrstreifens mit wenig Aufwand eine Radverkehrsanlage geschaffen werden kann.“

„Das alte Radwegekonzept des Straßenbauamts Dresden zeigt, dass Sachsen bei der Förderung des Radverkehrs schon einmal deutlich weiter war“ sagt Konrad Krause, Geschäftsführer des ADFC Sachsen. „Verkehrsminister Dulig muss sich vorwerfen lassen, dass er gute Konzepte beiseite gewischt und stattdessen eine Planung umgesetzt hat, die ganz klar die Sicherheit von Radfahrenden aufs Spiel setzt.“

Die S 163 bei Hohnstein ist kein Einzelfall: Auch an zahlreichen anderen Straßen, an denen Sachsen in dem Konzept von 2002 einen Radweg errichten wollte, ist bis heute nichts passiert. Betroffen sind neben vielen anderen die S 167 Graupa-Pirna, die S 168 von Pirna nach Königstein, die S 169 druch das Müglitztal nach Altenberg und die B 170 nördlich von Dippoldiswalde.

„Nicht nur wir, sondern auch die Anwohner vor Ort fragen sich langsam, was das sächsische Verkehrsministerium in den letzten 19 Jahren eigentlich mit diesem Konzept gemacht hat.“ bringt der ADFC-Geschäftsführer den wachsenden Unmut der betroffenen Bevölkerung auf den Punkt. 

Ein Blick lohnt sich dabei auf die Schwerpunktsetzung beim Radwegebau: So hatte Holger Wohsmann, seit 2004 Leiter der Meißner Niederlassung des Landesamts für Straßenbau und Verkehr (LASuV), in einer Pressekonferenz im April 2018 erklärt, der Radwegebau stehe in seinem Bereich hintenan, während für Großprojekte wie beispielsweise die S 177 im Osten Dresdens enorme Planungskapazitäten zur Verfügung stehen.

Der ADFC fordert Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig daher erneut auf, nach zahlreichen Ankündigungen und Versprechungen endlich zu handeln: „Martin Dulig muss jetzt endlich seine Arbeit machen und die Planung für den fehlenden Radweg an der S 163 aufnehmen. Bis der Radweg gebaut ist, sehen wir den Verkehrsminister in der Pflicht, auf der ehemaligen Rennpiste sofort Tempo 70 anzuordnen, um die Gefährdung wenigstens etwas zu mildern.“

Hintergrund

Zwischen August und November 2017 wurde die Fahrbahnbreite der S 163 zwischen Hocksteinschänke und Abzweig Stürza von ca. 12 m auf 7,00 m verengt. Die Baumaßnahme hätte die Chance geboten, entlang der Straße mit vergleichsweise überschaubarem Aufwand einen Radweg zu schaffen. Auch die Unterschriften von über 1.100 Anwohnern spielten für die Sächsische Staatsregierung als Bauherr offenbar keine Rolle.

Die S 163 befahren täglich 2.700 Autos, darunter viele Lkw. Ab einer Verkehrsstärke von 2.500 Kfz am Tag sehen die Regelwerke („Empfehlungen für Radverkehrsanlagen / ERA“) an Außerortsstraßen mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h den Anbau eines Radwegs vor. Ist die Höchstgeschwindigkeit auf 70 km/h begrenzt, darf die Verkehrsbelastung 4.000 Kfz/Tag betragen. Für den Freistaat Sachsen scheinen diese grundsätzlichen Parameter beim Bau von Staatsstraßen scheinen nicht entscheidungsrelevant zu sein.

Bereits 2002 sah das Radverkehrskonzept des Straßenbauamts Dresden den Bau eines Radwegs an dieser Staatsstraße vor. Die Absicht zum Anbau eines Radwegs ist aber offenbar mit den Jahren im Sande verlaufen, das Radwegekonzept in Vergessenheit geraten. Nach den bundesweit geltenden Regelwerken ist an der S 163 der Anbau eines Radwegs zwingend notwendig. Wie ein Blick auf zahlreiche im Konzept von 2002 aufgeführte und bisher nicht realisierte Vorhaben zeigt, scheint es sich beim fehlenden Radweg an der S 163 keineswegs um einen Einzelfall zu handeln. Vielmehr obliegt es offenbar der freien Entscheidung der LASuV-Niederlassungen, welche verkehrspolitischen Schwerpunktsetzungen sie treffen und an welcher Stelle bundesweit geltende Regelwerke beim Bau und Betrieb von Staatsstraßen entscheidungsrelevant sind.

Quellen

- Radverkehrskonzept des Straßenbauamts Dresden, 2002: https://sn.adfc-clouds.de/index.php/s/cmKpC9EWMKmf7At

- Quelle zur Aussage "Radwege stehen hintenan": B 170 wird frühestens 2019 umgebaut, Sächsische Zeitung, 26.04.2018

ADFC: Mehr Tempo beim Radwegebau nötig

73% der Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wünschen sich einen engagierteren Kampf gegen den Klimawandel. Das ist das Ergebnis einer Befragung des MDR. 69% sehen den Klimawandel als große Bedrohung. 57% der Befragten verlangen mehr Anstrengungen für Klimaschutz im Verkehrssektor. Das ist ein höherer Wert als im Energiesektor, wo sich 54% mehr Anstrengungen für eine klimafreundliche Ausrichtung wünschen. Fast jeder Fünfte befürchtet, dass kommende Generationen stark von den Folgen des Klimawandels betroffen sein werden.

Für Konrad Krause, Geschäftsführer des ADFC Sachsen, ist damit klar, dass eine deutliche Mehrheit der Sachsen Veränderungen in der Verkehrspolitik des Freistaates Sachsen erwartet:

„Die meisten Sachsen wünschen sich wirksame Schritte gegen den Klimawandel. Das Fahrrad ist für viele kurze Wege eine völlig unterschätzte Lösung. Doch es fehlt an sicheren Wegen: Drei von vier Sachsen fühlen sich gefährdet, wenn sie mit dem Rad unterwegs sind. Wenn den Leuten endlich ein funktionierendes Netz sicherer Radwege angeboten würde, könnte Sachsen seine Emissionen im Verkehrssektor viel leichter mindern. Verkehrsminister Dulig muss endlich den Radwegebau hochfahren, statt weiter aus der Zeit gefallene klimaschädliche Projekte zu forcieren.“ sagt Krause.

Der Freistaat Sachsen hat in seiner Radverkehrskonzeption eigentlich das Ziel, bis 2025 noch 500 Kilometer Radwege außerorts zu bauen. Tatsächlich droht beim Radwegebau in Sachsen aber kompletter Stillstand: 2019 stellte der Freistaat nur 11 Kilometer Radwege fertig, im letzten Jahr sank der Wert auf 6,5 Kilometer ab. „Verkehrsminister Dulig muss viel mehr Geld und Personal für den Radwegebau bereitstellen. Die Sachsen wünschen sich sichere Schulwege, weniger Straßenlärm und eben auch einen entschiedenen Kampf gegen den Klimawandel. Das kann nur mit einer 180-Grad-Wende beim Radwegebau gelingen“ erklärt Krause.

Der Verkehrssektor ist in Sachsen für mehr als 28 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Während in anderen Sektoren der Ausstoß klimaschädlicher Gase reduziert werden konnte, stiegen die CO2-Emissionen im Verkehrsbereich in Sachsen zwischen 2012 und 2017 sogar an, um 6,7%.

Link zur Umfrage: https://www.mdr.de/nachrichten/mitmachen/mdrfragt/ergebnisse-klima-100.html

Daten zu den Emissionen des Verkehrssektors in Sachsen (Seite 17): https://www.strukturfonds.sachsen.de/download/Entwurfsfassung-EFRE-Programm-2021-2027-Stand-25-10-2021.pdf

Kleine Anfrage im Landtag: Hintergrund zum Fortschritt des Radwegebaus an Staats- und Bundesstraßen in Sachsen: https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=5792&dok_art=Drs&leg_per=7&pos_dok=1&dok_id=undefined

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Sachsen (ADFC) unterstützt die Proteste für einen Radweg an der Staatsstraße 31 bei Mügeln. Der vor sechs Jahren neu gebaute Streckenabschnitt der S 31 zwischen dem Anschluss der A 14 Leisnig/Mügeln und der Ortslage Naundorf zeichnet sich durch besonders schnellen und dichten Autoverkehr aus. Die Trassenführung mit den großen Kurvenradien lädt regelrecht zum Fahren mit überhöhten Geschwindigkeiten ein. Da Radwege fehlen, sind Pendler und Schulkinder sind gezwungen, sich diese Piste mit den Autos zu teilen.

„Wenn es an so einer Strecke keinen Radweg gibt, traut sich natürlich kaum jemand mit dem Rad hier entlang" sagt Janek Mücksch, Mitglied im Vorstand des ADFC Sachsen. 73% der Sachsen fühlen sich gefährdet, wenn sie mit dem Rad unterwegs sind. Dies zeigt der aktuelle Fahrradklima-Test des ADFC.

Mücksch wird heute an der Protestaktion der Bürgerinitiative auf der S 31 teilnehmen. Der ADFC unterstützt die Mügelner in ihrer Forderung, dass endlich etwas passiert. Doch der fehlende Radweg an der S 31 ist kein Einzelfall. Der Sparkurs des Freistaats führt dazu, dass der Radwegebau seit Jahren nicht voran kommt.

„Der Radwegebau in Sachsen ist praktisch eingeschlafen. Verkehrsminister Martin Dulig verspricht 100 Kilometer neue Radwege im Jahr und schaffte im Jahr 2020 aber nur sechs Kilometer. Martin Dulig muss endlich eine Priorität beim Bau von neuen Radwegen an Staats- und Bundesstraßen setzen. Insbesondere bei Mügeln ist der Bau eines Radweges an der S 31 auch rechtlich geboten“ erörtert Janek Mücksch. Laut der Straßenverkehrszählung 2015 passieren 3.800 Autos am Tag die Strecke, der Schwerlastanteil liegt bei über acht Prozent. Ab einer Verkehrsbelegung von 2.500 Autos pro Tag muss eigentlich ein straßenbegleitender Radweg gebaut werden.
 
Hintergrund

Der Radwegebau in Sachsen stagniert: Nur 17% der sächsischen Staats- und Bundesstraßen sind bisher mit einem Radweg ausgestattet. Dabei will Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig bis 2025 noch fast 500 km Radweg an Staats- und Bundesstraßen fertigstellen, also 100 km Radweg pro Jahr. Doch der Radwegebau an Sachsens Staats- und Bundesstraßen erreicht neue Tiefststände: Während der Freistaat 2019 immerhin knapp 11 km Radwege fertigstellte, sank der Wert 2020 auf 6,5 km ab. Das geht aus einer Kleinen Anfrage des Landtagsabgeordneten Marco Böhme hervor.
 
Daten zum Radwegebau in den letzten zehnJahren in Sachsen: https://sn.adfc-clouds.de/index.php/s/f5PoSXYd7DLfPdz
 
Kleine Anfrage im Landtag: Hintergrund zum Fortschritt des Radwegebaus an Staats- und Bundesstraßen in Sachsen: https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=5792&dok_art=Drs&leg_per=7&pos_dok=1&dok_id=undefined
 
Kleine Anfrage im Landtag: Hintergrund zur Verkehrszählung aus dem Jahr 2015: https://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=10477&dok_art=Drs&leg_per=6&pos_dok=1&dok_id=undefined

 

Seit 2008 fordern Bürger in Radeberg, Liegau und Langebrück einen Radweg an der Staatsstraße 180, die die drei Orte verbindet. Doch trotz viel Fürsprache, Petitionen und Konzepten ist auch 13 Jahre später von der wichtigen Verbindung noch nichts zu sehen. Deshalb laden Radbegeisterte aus den drei Orten am 10. September zu einer Fahrraddemo entlang der S 180 ein.

Nun schaltet sich auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Sachsen (ADFC) in die Diskussion ein. Denn immer mehr Menschen möchten ihre Wege mit dem Rad zurücklegen, doch Sachsen kommt mit dem Bau von Radwegen nicht hinterher.

"Schon seit über zehn Jahren warten die Leute auf eine sichere Verbindung zwischen Radeberg, Langebrück und Dresden-Klotzsche. Hier muss endlich etwas passieren, immerhin ist die Strecke für viele Pendler nach Dresden wichtig und für viele Kinder der Weg zur Schule." sagt Konrad Krause, Geschäftsführer des ADFC Sachsen.

"Wir haben den Eindruck, dass die sächsische Staatsregierung aus Liebe zur schwarzen Null den Bau sicherer Wege bewusst bremst. Das muss sich ändern. Sicherheit für Radfahrende muss endlich einen höheren Stellenwert bekommen." sagt Krause. Seit Jahren fehlten beim Land Planer zum Ausbau des Radwegenetzes, doch die Regierung Kretschmer steuere nicht nach.

"Die Menschen haben ein Recht, auf ihren Wegen unversehrt anzukommen. An der S 180 muss es endlich voran gehen." betont Krause. Bis der Radweg fertig gestellt ist, könne das Verkehrsministerium die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 70 km/h absenken. Denn der wachsende Autoverkehr sei auf der schmalen Straße eine unmittelbare Gefahr für schwächere Verkehrsteilnehmer. "Auf allen Überland-Abschnitten zwischen Radeberg und Dresden-Klotzsche wäre das zumindest ein Schritt in die richtige Richtung." ist sich der ADFC-Geschäftsführer sicher. Beim Kampf für den Radweg wird der ADFC die Anwohner auch in Zukunft unterstützen.

 

Hintergrund

Seit vielen Jahren kämpfen die Bürger von Langebrück, Liegau und Radeberg dafür, dass sie ans Radwegenetz angebunden werden und sichere Wege zwischen den Orten entstehen. Doch der Radwegebau in Sachsen hat sich in den letzten Jahren stark verlangsamt und droht nun komplett zum Stillstand zu kommen. Während der Freistaat 2019 immerhin knapp 11 km Radwege an Staats- und Bundesstraßen fertigstellte, sank der Wert 2020 auf 6,5 km ab. Auch dieses Jahr wird von den bis 2025 geplanten 500 km Radwegen an Staats- und Bundesstraßen kaum etwas realisiert werden.

Hauptgrund dafür ist eine Sparpolitik von Sachsens Regierung, die dazu führt, dass die Personaldecke in Planungs- und Genehmigungsbehörden extrem angespannt ist. 25 neue Radwege-Planer forderte das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) ab 2022, Sachsens Finanzminister blockierte diese zusätzlichen Stellen. Angesichts dieser Situation erwartet der ADFC Sachsen, dass der Freistaat Sachsen auch in den nächsten Jahren nur vereinzelte Radwegprojekte fertigstellen wird.

ADFC: MP Kretschmer verkennt touristische Bedeutung der Lausitz

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Sachsen (ADFC) kritisiert die ausgesetzte Elektrifizierung der Bahnstrecke Dresden-Görlitz. Denn Fernverkehr auf dieser Strecke ist eine wichtige Voraussetzung für den weiteren Ausbau des Radtourismus in der Oberlausitz. Eigentlich ist die Elektrifizierung der Strecke seit Jahren geplant und vor der Landtagswahl 2019 versprochen worden. Nun erteilte Ministerpräsident Kretschmer den Plänen eine Absage: Die Strecke wird zukünftig auch weiterhin nur mit Dieselloks befahren werden. Aus Sicht des ADFC ist dies ein schwerer Dämpfer für den Tourismus in der Lausitz.

„Dass Michael Kretschmer als Kenner der Lausitz den Tourismus so hängen lässt, wundert mich sehr. Insbesondere Radtouristen sind auf zuverlässige und schnelle Züge mit ausreichenden Transportkapazität angewiesen. Und Fernverkehr in die Lausitz wird es nur auf einer elektrifizierten Strecke geben“ ist Konrad Krause, Geschäftsführer des ADFC Sachsen überzeugt.

Bereits jetzt verfügt die Lausitz über wichtige touristische Routen wie die Seenland-Route, den Oder-Neiße-Radweg und den Spree-Radweg. „Die Corona-Pandemie hat dem Radtourismus nochmal einen kräftigen Schub gegeben. Radreisende sind bereit, viel Geld für Verpflegung, Gastronomie und Unterkunft in die Region zu bringen. Die Lausitz hat enormes radtouristisches Potential. Das müssen wir endlich nutzen! Und dazu gehört eben auch, den Touristen aus der gesamten Republik sowie Polen und Tschechien komfortabel mit der Bahn anreisen können“, ist Krause überzeugt.

Hintergrund

Bereits jetzt beginnt jede dritte Radreise mit einer Zugfahrt. Dies geht aus der jährlichen Radreise-Analyse der ADFC hervor. Aus Sicht des ADFC wäre das Potential noch wesentlich größer, wenn die Geschwindigkeiten und Mitnahmekapazitäten in den Zügen stärker auf Radtouristen eingestellt wären. Im Gegensatz zur Anreise mit dem eigenen Auto bietet eine Zuganfahrt auch die Möglichkeit, dass sich Start- und Zielort unterscheiden können. Dies trifft auf die meisten Radreisen zu, erlaubt mehr Kombintationsmöglichkeiten und führt dazu, dass die Menschen zum Urlaub öfter in de Region  zurück kommen.

Seit vielen Jahren boomt der Radtourismus in Deutschland. Doch an der Oberlausitz geht dieser Boom bislang in weiten Teilen vorbei. Obowhl die Region mit restaurierten Stadtkernen, interessanten Sehenswürdigkeiten und einer abwechslungsreichen Landschaft eigentlich eine Menge für den Urlaub auf dem Rad bietet, ist hier bisher radtouristisch wenig los. Das liegt nicht nur an Lücken im Radwegenetz, sondern ist aus Sicht des ADFC ganz wesentlich auf die schlechte Bahnanbindung von Ostsachsen zurückzuführen.

 

Weiterführende Informationen:

- Abschlussbericht Kohlekommission: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Downloads/A/abschlussbericht-kommission-wachstum-strukturwandel-und-beschaeftigung.pdf?__blob=publicationFile&v=4

- Radreise-Analyse des ADFC: https://www.adfc.de/fileadmin/user_upload/ADFC-_Radreiseanalyse_2021_-_Praesentation.pdf

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) plant zwischen Annaberg-Buchholz und der Querung des Zschopautals den Ausbau der Bundesstraße B 95. Als wichtige Verbindungsstrecke von Annaberg nach Norden wäre die Straße auch interessant für Pendler, die aus der Umgebung mit dem Rad nach Annaberg fahren sowie für Radtouristen, die von Chemnitz ins Erzgebirge unterwegs sind. Deshalb setzt sich der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) schon seit mehreren Jahren für einen durchgängigen Radweg an der Bundesstraße ein. Doch ein solcher Radweg ist nicht geplant.

"Die Planung der B 95 nördlich von Annaberg bietet die Chance, dass Annaberg-Buchholz per Rad besser erreichbar wird. Doch Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig scheint diese Chance nicht ergreifen zu wollen. Der Fahrradboom der letzten Jahre ist an dieser veralteten Planung offensichtlich völlig vorbeigegangen. Gerade auch außerhalb der Großstädte braucht Sachsen Alternativen zum Auto. Und das kann auf einer so wichtigen Bundesstraße wie der B 95 nur mit einem Radweg funktionieren." sagt Konrad Krause, Geschäftsführer des ADFC Sachsen.

Eine Stellungnahme des ADFC für einen Radweg an der B 95 wurde vom LASuV rundheraus zurückgewiesen. Die Plauener Niederlassung von Sachsens Straßenbaubehörde führt die angeblich zu starke Steigung der B 95 als Argument ins Feld, dass die Straße für Radfahrer uninteressant sei. "Doch im Vergleich zu vielen anderen Straßen im Umfeld zeichnet sich gerade die B 95 durch ein vergleichsweise gemäßigtes Streckenprofil aus. Durch die neue Brücke über die Zschopau werden viele Höhenmeter eingespart." weiß der ADFC-Geschäftsführer. Auch alternative parallel verlaufende Routen für den Radverkehr konnten im Planungsprozess keine gefunden werden.

"Immer mehr Leute wollen Radfahren. Damit das geht, braucht Sachsen endlich ein funktionierendes Radwegenetz, nicht nur im Flachland. Mein Eindruck ist, dass viele Leute nicht wegen ein paar Steigungen, sondern wegen fehlender Radwege Angst beim Radfahren haben oder ganz darauf verzichten. Aber auf einer Straße wie der B 95 wirft sich natürlich keiner freiwillig zwischen Pkw und Laster." sagt Krause. Der starke Zuwachs bei elektrisch unterstützten Fahrrädern macht die Mobilität per Rad gerade auch in bergigen Regionen immer interessanter. Allein im letzten Jahr gingen deutschlandweit über 2 Mio. E-Bikes über die Ladentheke. Doch diese Entwicklungen scheinen in den veralteten Planungen zur B 95 überhaupt keine Rolle gespielt zu haben.

 

Hintergrund

Aktuell verfügen nur 28 % der sächsischen Bundesstraßen über einen Radweg, während dieser Wert bundesweit bei über 40 % liegt. Seit Jahren stockt der Ausbau des Radwegenetzes an Bundesstraßen in Sachsen. Von den 250 km Radwegen an Bundesstraßen, die Sachsens Regierung bis 2025 bauen will, hat Verkehrsminister Martin Dulig seit 2015 nur knapp 60 geschafft. Im letzen Jahr sind sogar nur 2 km Radwege an Bundesstraßen dem Verkehr übergeben worden. Als der sächsische Verkehrsminister im August 2019 die Neufassung der Sächsischen Radverkehrskonzeption vor der Landtagswahl vorstellte, war dies noch mit dem Versprechen verbunden, dass beim Neu- und Ausbau von Bundes- und Staatsstraßen stets Radwege von Beginn an mit angelegt werden, wenn geeignete sonstige Führungen fehlen (s. Pressemitteilung des SMWA unten). Der ADFC befürchtet, dass die Ziele der Sächsischen Radverkehrskonzeption angesichts dieses Zwischenstands immer mehr in sich zusammenfallen.

Dem gegenüber steht ein Boom des Radverkehrs: 5 Mio. Fahrräder wurden allein 2020 verkauft, davon 2 Mio. mit elektrischer Unterstützung. Auch die Bundesregierung will beim Bau von Radwegen an Bundesstraßen an Tempo zulegen. Mit der Neufassung der "Grundsätze für Bau und Finanzierung von Radwegen an Bundesstraßen in der Baulast des Bundes" muss nun bei Baumaßnahmen an Bundesstraßen eine geeignete Führung des Radverkehrs gefunden werden. Diese neue Regelung scheint in Sachsen bisher noch nicht angekommen zu sein.

Auch Sachsens schwarz-rot-grüne Regierung hat sich Ende 2019 noch einmal ausdrücklich vorgenommen, Bedingungen zu schaffen, damit sich der Radverkehr bis 2025 verdoppelt. Bisher sieht es aber nicht so aus, dass der Radwegebau an Bundesstraßen deshalb nun Fahrt aufnehmen würde. Weder hat die Koalition alte Verkehrsplanungen ohne Radweg auf den Prüfstand gestellt, noch wurde mit dem Beschluss des Landeshaushalts im Mai 2021 das Personal beim LASuV in dem Maß aufgestockt, wie es nach dem regierungsinternem Konzept "LASuV 2021" eigentlich notwendig wäre. Fehlende Planungskapazitäten der Landesbehörde sind daher eine Hauptursache, dass der Radwegeausbau in Sachsen nicht voran kommt.

Dabei finanziert den Radwegebau an Bundesstraßen die Bundesregierung zu 100%. Die Länder müssen lediglich die notwendigen Planungen durchführen und sind für den Bau zuständig. Doch offensichtlich scheitert der Fortschritt am Personalmangel im LASuV und seinen Niederlassungen. Aus diesem Grund verfallen viele Millionen für Radwege an Bundesstraßen, die dem Freistaat eigentlich zustehen.

 

 

Anlagen

Stellungnahme des ADFC Sachsen zur Planung B 95 nördlich Annaberg: https://adfc-sachsen.de/files/stellungnahmen/2017-07-17-B95-Stellungnahme.pdf

Reaktion auf Stellungnahme des ADFC, LASuV NL Plauen: https://sn.adfc-clouds.de/index.php/s/ZFwzpsPayajNSpB

Grundsätze für Bau und Finanzierung von Radwegen an Bundesstraßen in der Baulast des Bundes: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/StV/grundsaetze-bau-finanzierung-radwege-bundesstrassen-baulast-des-bundes

Pressemitteilung des SMWA zur Veröffentlichung der Radverkehrskonzeption, August 2019: https://medienservice.sachsen.de/medien/news/227931

Passend zum nahenden Sommer hat der ADFC Sachsen die neue Auflage des Radtourenbuchs für den Radweg Berlin-Dresden herausgegeben. Die 251 km lange Route zwischen Berlin und Dresden eignet sich sowohl als gemütliche Familientour in mehreren Etappen als auch für einen flotternZweitagesritt auf dem Rennrad. Denn der Geheimtipp auf dem Rad verläuft zumeist über ruhige Wege und kleine Nebenstraßen. Quer durch die Natur, abseits vom Autoverkehr verläuft die Route ohne große Umwege zwischen Berlin und Dresden.

Zwischen Start- und Zielpunkt gibt es an der Route immer wieder Anlässe, eine Pause einzulegen. Angefangen vom Spreewald, über Schlösser wie Altdöbern oder Burgen wie die Slawenburg in Raddusch, bis zum Badeseenparadies im Lausitzer Seenland: Auf dem Radweg Berlin-Dresden finden Radreisende links und rechts der Strecke viele abwechslungsreiche Zwischenziele. Bisher ist entlang der Route noch keine Ausschilderung eingerichtet, deshalb empfiehlt der ADFC allen Interessierten zur leichten Orientierung die Radtourenkarte.

Seit 20. Mai ist die Karte zum Radweg Berlin-Dresden erhältlich. Neben Schlössern, Badeseen und Aussichtspunkten finden Radtouristen in der neuen Ausgabe zur besseren Navigation auch die leicht erkennbaren numerierten Knotenpunkte des Brandenburger Radwegenetzes. Ebenso sind alle vom ADFC zertifizierten fahrradfreundlichen Bett+Bike-Übernachtungsmöglichkeiten an der Route eingetragen.

Die Karte erhalten Sie im gut sortierten Buchhandel (ISBN: 978-3-00-068976-5) oder über die Online-Bestellung auf www.radweg-berlin-dresden.de.

Der Sächsische Landtag stellt für das Jahr 2022 mehr Geld für den kommunalen Radwegebau bereit. Mit dem Beschluss des Doppelhaushalts 2021/2 erhöhte das Parlament die Mittel für den Radwegebau in sächsischen Gemeinden und Landkreisen von ursprünglich veranschlagten 2,4 Millionen auf 7,4 Millionen. Darüber hinaus erhöhten die Abgeordneten auch die Mittel für die sächsische Lastenradförderung. In den Jahren 2021 und 2022 stehen außerdem 2 Millionen Euro für Fahrradabstellanlagen an Bahnhöfen bereit.

Konrad Krause, Geschäftsführer des ADFC Sachsen begrüßt den Haushaltbeschluss: „Radfahren liegt im Trend, nicht erst seit der Corona-Pandemie. Die Abgeordneten von CDU, Grünen und SPD haben das richtig erkannt und erfreulicherweise mehr Geld für den kommunalen Radwegebau bereitgestellt. Der beängstigende Sparkurs von Verkehrsminister Dulig beim Radverkehr konnte damit zumindest teilweise aufgehalten werden.“

Ursprünglich sah der Haushaltsentwurf der Staatsregierung erhebliche Einschnitte beim Radverkehr vor. Beim Radwegebau an Staats- und Bundesstraßen sind die Sachsen allerdings weiterhin dem Rotstift des Verkehrsministers ausgesetzt. „Sachsen hat sich eigentlich das Ziel gesetzt, bis 2025 noch knapp 500 Kilometer Radwege an Bundes- und Staatsstraßen zu bauen, hat aber letztes Jahr nur mickrige 13 Kilometer geschafft. Der Freistaat lässt Schüler und Berufspendler im ländlichen Raum leider immer noch ihre Alltagswege auf stark befahrenen Straßen zurücklegen, mitten im Autoverkehr“ erklärt Konrad Krause.

Hintergrund:

Der Haushaltsentwurf von Verkehrsminister Dulig sah ursprünglich eine Abschmelzung der Mittel für den kommunalen Radwegebau von 11,7 Millionen Euro auf 2,4 Millionen Euro vor. Der Landtag konnte die geplante Kürzung für das Jahr 2022 korrigieren. Für Kommunen stehen nun in diesem Jahr immerhin 7,4 Millionen Euro und Mittel aus dem Bundesprogramm „Stadt und Land“ bereit.

Des Weiteren stellt Sachsen im beschlossenen Doppelhaushalt erstmals Gelder für Bike&Ride-Anlagen bereit, so kann der Bau sicherer Fahrradabstellanlagen an Sachsens Bahnhöfen Fahrt aufnehmen. Außerdem verdoppelte der Landtag die Mittel für die Förderung von Lastenrädern auf 1,2 Millionen für die Jahre 2021 und 2022. Auch wurden Mittel für drei zusätzliche Radplanerstellen bereitgestellt. Die Beschilderung für Radwege und die interkommunale Arbeitsgemeinschaft Rad.SN wird nach dem Beschluss des Landtages ebenfalls besser ausgestattet, als dies der Entwurf des Verkehrsministers ursprünglich vorsah.

Grafik zum Doppelhaushalt des Freistaat Sachsen 2021/22: https://sn.adfc-clouds.de/index.php/s/8piFiEkFBm3qKod

ADFC zertifiziert neue Bett+Bike-Unterkunft am Elberadweg in Sörnewitz

Mit dem „Boselblick“ in Sörnewitz hat der ADFC diese Woche die 161. fahrradfreundliche Unterkunft in Sachsen mit dem Bett+Bike-Label zertifiziert. Die Herberge im ehemaligen Gemeindeamt Sörnewitz mit einem großzügigen Biergarten befindet sich direkt am Elberadweg. Sie wird seit März von der Schwerterbrauerei aus Meißen bewirtschaftet. Die sieben Gästezimmer bieten Radurlaubern ein Dach über dem Kopf, die Fahrräder stehen währenddesen sicher verschlossen im Keller. Zum Trocken von Ausrüstung und Kleidung steht ein spezieller Raum zur Verfügung. Für frisches Frühstück sorgt der benachbarte Boselbäcker. Damit erfüllt der Boselblick die Anforderungen des ADFC für fahrradfreundliche Beherbergungsbetriebe.

„Viele Gastgeber haben sich besonders auf Bedürfnisse von Urlaubern mit E-Bike eingestellt.“ so Janine Häser, Radtourismusreferentin beim ADFC Sachsen. „31 % der Radausflüge wurden letztes Jahr mit elektrischer Unterstützung durchgeführt.“ Auch der Boselblick bietet seinen Rad fahrenden Übernachtungsgästen eine Ladestation der Fahrradakkus.

Viele Hotels, Pensionen, Campingplätze und Ferienhausvermieter in Sachsen bereiten sich auf die Radurlaubssaison vor. So ist es kein Wunder, dass die Anzahl der vom ADFC zertifizierten fahrradfreundlichen Unterkünfte seit Anfang des Jahres deutlich ansteigt. Allein am sächsischen Abschnitt des Elberadwegs erwarten Radurlauber mittlerweile mehr als 50 Unterkünfte mit dem Bett+Bike-Label.

 

Hintergrund

Seit über 25 Jahren steht Bett+Bike für Qualität im Radtourismus. Fahrradurlauber können aus 5.800 Hotels, Pensionen, Jugendherbergen, Naturfreundehäusern und Campingplätzen wählen, die sich besonders auf die Bedürfnisse von Rad fahrenden Gästen einstellen. Bett+Bike hat sich zu einer einzigartigen Marke im Radtourismus entwickelt, die für Qualität und Nachhaltigkeit bekannt ist. Bett+Bike bezieht sich nicht nur auf Deutschland, mittlerweile haben sich dem Netzwerk europäische Länder wie Österreich, Luxemburg, Dänemark und Belgien angeschlossen.

Schon seit einigen Jahren gewinnt der Radtourismus in Deutschland an Fahrt. Im vergangenen Jahr konnten Radreisen durch heimische Gefilde der Corona-Krise im Tourismus besonders gut trotzen. Und der Erfolg scheint sich fortzusetzen: 77 % der Radreisenden, die 2020 einen Radurlaub gemacht haben, wollen dies 2021 wiederholen. Sogar 49 % derjenigen Personen, die 2020 keinen Radurlaub gemacht haben planen, 2021 eine Radreise zu unternehmen. Das hat der ADFC in der im März veröffentlichten Radreiseanalyse herausgefunden.

Weitere Informationen zur Zertifizierung fahrradfreundlicher Unterkünfte finden Sie auf www.bettundbike.de. Auf dem Portal finden Sie für jede Radreise den passenden Gastgeber. Zudem bieten Reise- und Tourentipps weitere Planungshilfen. Mit der Bett+Bike-App kann bequem unterwegs der passende Gastgeber ausgewählt werden.

Streit um Radwegebau sorgt für Krach in der Koalition

Die Landtagsabgeordnete Ines Springer (CDU) fühlt sich mit Blick auf den schleppenden Radwegebau in Sachsen „verschaukelt, entmutigt und geleimt.“ Formulierungen, mit denen sich die langjährige Abgeordnete in einem offenen Brief an Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) wendet. Springer führt als Beispiel den Mulderadweg zwischen Glauchau und Remse an. Obwohl nun schon seit Beginn des Jahrtausends eine Routenführung diskutiert und erarbeitet wird, warten Pendler und Touristen weiter auf eine sichere Radverbindung an dieser Stelle.

„Der Radwegebau in Sachsen hat sich in den letzten Jahren stark verlangsamt und droht nun komplett zum Stillstand zu kommen. Es verwundert mich kaum, dass jetzt auch bei CDU-Abgeordneten der Geduldsfaden reißt“ sagt Konrad Krause, Geschäftsführer des ADFC Sachsen. Während der Freistaat 2019 immerhin knapp 11 km Radwege an Staats- und Bundesstraßen fertigstellte, sank der Wert 2020 auf 6,5 km ab. Eigentlich hatte sich Sachsen das Ziel gesetzt, bis 2025 jährlich rund 100 Kilometer neue Radwege fertig zu stellen. „Um den Tiefflug zu beenden, muss Verkehrsminister Martin Dulig den Radwegebau endlich zur Chefsache machen. Ines Springer hat richtig erkannt, dass durch Sonntagsreden allein kein Meter Radweg entsteht. Sachsen braucht mehr Geld für Radwege und vor allem mehr qualifizierte Radplaner, damit Tempo in die Planungsprozesse kommt" sagt Krause.

Bereits im Jahr 2007 hat der ADFC im Auftrag des damaligen Landkreises Chemnitzer Land Unzulänglichkeiten und Mängel am Mulderadweg untersucht. Die Mängelanalyse enthielt zahlreiche Vorschläge zur Verbessrung von Routenführung, Wegequalität und Beschilderung, von denen noch heute die meisten nicht umgesetzt sind. 

 

Hintergrund:

Abseits des Elberadweges nutzt der Freistaat seine radtouristischen Potentiale bisher kaum. Unter den zehn beliebtesten Radrouten Deutschlands ist der Elberadweg der einzige Radweg, der durch Sachsen führt. Dies geht aus der jährlichen Radreiseanalyse des ADFC hervor. Nach Einschätzung des ADFC hätte der Mulderadweg durchaus das Potential, in die Liga der Spitzenreiter einzusteigen. Dafür bedarf es jedoch noch einiger Lückenschlüsse und einen besseren Ausbaustandard.

Auch beim Radwegebau an Staats- und Bundesstraßen sieht es in Sachsen kaum besser aus: Nur 28 % der sächsischen Bundesstraßen verfügen bisher über einen Radweg, während dieser Wert bundesweit bei über 40 % liegt. Bei den sächsischen Staatsstraßen beträgt der Ausstattungsgrad mit einem Radweg sogar nur 11 %.

Ergebnisse der Radreiseanalyse 2021: https://www.adfc.de/fileadmin/user_upload/ADFC-_Radreiseanalyse_2021_-_Praesentation.pdf

Offener Brief von Ines Springer an Staatsminister Martin Dulig: http://www.ines-springer.net/offener-brief-radwegebau

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