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Passend zum nahenden Sommer hat der ADFC Sachsen die neue Auflage des Radtourenbuchs für den Radweg Berlin-Dresden herausgegeben. Die 251 km lange Route zwischen Berlin und Dresden eignet sich sowohl als gemütliche Familientour in mehreren Etappen als auch für einen flotternZweitagesritt auf dem Rennrad. Denn der Geheimtipp auf dem Rad verläuft zumeist über ruhige Wege und kleine Nebenstraßen. Quer durch die Natur, abseits vom Autoverkehr verläuft die Route ohne große Umwege zwischen Berlin und Dresden.

Zwischen Start- und Zielpunkt gibt es an der Route immer wieder Anlässe, eine Pause einzulegen. Angefangen vom Spreewald, über Schlösser wie Altdöbern oder Burgen wie die Slawenburg in Raddusch, bis zum Badeseenparadies im Lausitzer Seenland: Auf dem Radweg Berlin-Dresden finden Radreisende links und rechts der Strecke viele abwechslungsreiche Zwischenziele. Bisher ist entlang der Route noch keine Ausschilderung eingerichtet, deshalb empfiehlt der ADFC allen Interessierten zur leichten Orientierung die Radtourenkarte.

Seit 20. Mai ist die Karte zum Radweg Berlin-Dresden erhältlich. Neben Schlössern, Badeseen und Aussichtspunkten finden Radtouristen in der neuen Ausgabe zur besseren Navigation auch die leicht erkennbaren numerierten Knotenpunkte des Brandenburger Radwegenetzes. Ebenso sind alle vom ADFC zertifizierten fahrradfreundlichen Bett+Bike-Übernachtungsmöglichkeiten an der Route eingetragen.

Die Karte erhalten Sie im gut sortierten Buchhandel (ISBN: 978-3-00-068976-5) oder über die Online-Bestellung auf www.radweg-berlin-dresden.de.

Der Sächsische Landtag stellt für das Jahr 2022 mehr Geld für den kommunalen Radwegebau bereit. Mit dem Beschluss des Doppelhaushalts 2021/2 erhöhte das Parlament die Mittel für den Radwegebau in sächsischen Gemeinden und Landkreisen von ursprünglich veranschlagten 2,4 Millionen auf 7,4 Millionen. Darüber hinaus erhöhten die Abgeordneten auch die Mittel für die sächsische Lastenradförderung. In den Jahren 2021 und 2022 stehen außerdem 2 Millionen Euro für Fahrradabstellanlagen an Bahnhöfen bereit.

Konrad Krause, Geschäftsführer des ADFC Sachsen begrüßt den Haushaltbeschluss: „Radfahren liegt im Trend, nicht erst seit der Corona-Pandemie. Die Abgeordneten von CDU, Grünen und SPD haben das richtig erkannt und erfreulicherweise mehr Geld für den kommunalen Radwegebau bereitgestellt. Der beängstigende Sparkurs von Verkehrsminister Dulig beim Radverkehr konnte damit zumindest teilweise aufgehalten werden.“

Ursprünglich sah der Haushaltsentwurf der Staatsregierung erhebliche Einschnitte beim Radverkehr vor. Beim Radwegebau an Staats- und Bundesstraßen sind die Sachsen allerdings weiterhin dem Rotstift des Verkehrsministers ausgesetzt. „Sachsen hat sich eigentlich das Ziel gesetzt, bis 2025 noch knapp 500 Kilometer Radwege an Bundes- und Staatsstraßen zu bauen, hat aber letztes Jahr nur mickrige 13 Kilometer geschafft. Der Freistaat lässt Schüler und Berufspendler im ländlichen Raum leider immer noch ihre Alltagswege auf stark befahrenen Straßen zurücklegen, mitten im Autoverkehr“ erklärt Konrad Krause.

Hintergrund:

Der Haushaltsentwurf von Verkehrsminister Dulig sah ursprünglich eine Abschmelzung der Mittel für den kommunalen Radwegebau von 11,7 Millionen Euro auf 2,4 Millionen Euro vor. Der Landtag konnte die geplante Kürzung für das Jahr 2022 korrigieren. Für Kommunen stehen nun in diesem Jahr immerhin 7,4 Millionen Euro und Mittel aus dem Bundesprogramm „Stadt und Land“ bereit.

Des Weiteren stellt Sachsen im beschlossenen Doppelhaushalt erstmals Gelder für Bike&Ride-Anlagen bereit, so kann der Bau sicherer Fahrradabstellanlagen an Sachsens Bahnhöfen Fahrt aufnehmen. Außerdem verdoppelte der Landtag die Mittel für die Förderung von Lastenrädern auf 1,2 Millionen für die Jahre 2021 und 2022. Auch wurden Mittel für drei zusätzliche Radplanerstellen bereitgestellt. Die Beschilderung für Radwege und die interkommunale Arbeitsgemeinschaft Rad.SN wird nach dem Beschluss des Landtages ebenfalls besser ausgestattet, als dies der Entwurf des Verkehrsministers ursprünglich vorsah.

Grafik zum Doppelhaushalt des Freistaat Sachsen 2021/22: https://sn.adfc-clouds.de/index.php/s/8piFiEkFBm3qKod

ADFC zertifiziert neue Bett+Bike-Unterkunft am Elberadweg in Sörnewitz

Mit dem „Boselblick“ in Sörnewitz hat der ADFC diese Woche die 161. fahrradfreundliche Unterkunft in Sachsen mit dem Bett+Bike-Label zertifiziert. Die Herberge im ehemaligen Gemeindeamt Sörnewitz mit einem großzügigen Biergarten befindet sich direkt am Elberadweg. Sie wird seit März von der Schwerterbrauerei aus Meißen bewirtschaftet. Die sieben Gästezimmer bieten Radurlaubern ein Dach über dem Kopf, die Fahrräder stehen währenddesen sicher verschlossen im Keller. Zum Trocken von Ausrüstung und Kleidung steht ein spezieller Raum zur Verfügung. Für frisches Frühstück sorgt der benachbarte Boselbäcker. Damit erfüllt der Boselblick die Anforderungen des ADFC für fahrradfreundliche Beherbergungsbetriebe.

„Viele Gastgeber haben sich besonders auf Bedürfnisse von Urlaubern mit E-Bike eingestellt.“ so Janine Häser, Radtourismusreferentin beim ADFC Sachsen. „31 % der Radausflüge wurden letztes Jahr mit elektrischer Unterstützung durchgeführt.“ Auch der Boselblick bietet seinen Rad fahrenden Übernachtungsgästen eine Ladestation der Fahrradakkus.

Viele Hotels, Pensionen, Campingplätze und Ferienhausvermieter in Sachsen bereiten sich auf die Radurlaubssaison vor. So ist es kein Wunder, dass die Anzahl der vom ADFC zertifizierten fahrradfreundlichen Unterkünfte seit Anfang des Jahres deutlich ansteigt. Allein am sächsischen Abschnitt des Elberadwegs erwarten Radurlauber mittlerweile mehr als 50 Unterkünfte mit dem Bett+Bike-Label.

 

Hintergrund

Seit über 25 Jahren steht Bett+Bike für Qualität im Radtourismus. Fahrradurlauber können aus 5.800 Hotels, Pensionen, Jugendherbergen, Naturfreundehäusern und Campingplätzen wählen, die sich besonders auf die Bedürfnisse von Rad fahrenden Gästen einstellen. Bett+Bike hat sich zu einer einzigartigen Marke im Radtourismus entwickelt, die für Qualität und Nachhaltigkeit bekannt ist. Bett+Bike bezieht sich nicht nur auf Deutschland, mittlerweile haben sich dem Netzwerk europäische Länder wie Österreich, Luxemburg, Dänemark und Belgien angeschlossen.

Schon seit einigen Jahren gewinnt der Radtourismus in Deutschland an Fahrt. Im vergangenen Jahr konnten Radreisen durch heimische Gefilde der Corona-Krise im Tourismus besonders gut trotzen. Und der Erfolg scheint sich fortzusetzen: 77 % der Radreisenden, die 2020 einen Radurlaub gemacht haben, wollen dies 2021 wiederholen. Sogar 49 % derjenigen Personen, die 2020 keinen Radurlaub gemacht haben planen, 2021 eine Radreise zu unternehmen. Das hat der ADFC in der im März veröffentlichten Radreiseanalyse herausgefunden.

Weitere Informationen zur Zertifizierung fahrradfreundlicher Unterkünfte finden Sie auf www.bettundbike.de. Auf dem Portal finden Sie für jede Radreise den passenden Gastgeber. Zudem bieten Reise- und Tourentipps weitere Planungshilfen. Mit der Bett+Bike-App kann bequem unterwegs der passende Gastgeber ausgewählt werden.

Streit um Radwegebau sorgt für Krach in der Koalition

Die Landtagsabgeordnete Ines Springer (CDU) fühlt sich mit Blick auf den schleppenden Radwegebau in Sachsen „verschaukelt, entmutigt und geleimt.“ Formulierungen, mit denen sich die langjährige Abgeordnete in einem offenen Brief an Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) wendet. Springer führt als Beispiel den Mulderadweg zwischen Glauchau und Remse an. Obwohl nun schon seit Beginn des Jahrtausends eine Routenführung diskutiert und erarbeitet wird, warten Pendler und Touristen weiter auf eine sichere Radverbindung an dieser Stelle.

„Der Radwegebau in Sachsen hat sich in den letzten Jahren stark verlangsamt und droht nun komplett zum Stillstand zu kommen. Es verwundert mich kaum, dass jetzt auch bei CDU-Abgeordneten der Geduldsfaden reißt“ sagt Konrad Krause, Geschäftsführer des ADFC Sachsen. Während der Freistaat 2019 immerhin knapp 11 km Radwege an Staats- und Bundesstraßen fertigstellte, sank der Wert 2020 auf 6,5 km ab. Eigentlich hatte sich Sachsen das Ziel gesetzt, bis 2025 jährlich rund 100 Kilometer neue Radwege fertig zu stellen. „Um den Tiefflug zu beenden, muss Verkehrsminister Martin Dulig den Radwegebau endlich zur Chefsache machen. Ines Springer hat richtig erkannt, dass durch Sonntagsreden allein kein Meter Radweg entsteht. Sachsen braucht mehr Geld für Radwege und vor allem mehr qualifizierte Radplaner, damit Tempo in die Planungsprozesse kommt" sagt Krause.

Bereits im Jahr 2007 hat der ADFC im Auftrag des damaligen Landkreises Chemnitzer Land Unzulänglichkeiten und Mängel am Mulderadweg untersucht. Die Mängelanalyse enthielt zahlreiche Vorschläge zur Verbessrung von Routenführung, Wegequalität und Beschilderung, von denen noch heute die meisten nicht umgesetzt sind. 

 

Hintergrund:

Abseits des Elberadweges nutzt der Freistaat seine radtouristischen Potentiale bisher kaum. Unter den zehn beliebtesten Radrouten Deutschlands ist der Elberadweg der einzige Radweg, der durch Sachsen führt. Dies geht aus der jährlichen Radreiseanalyse des ADFC hervor. Nach Einschätzung des ADFC hätte der Mulderadweg durchaus das Potential, in die Liga der Spitzenreiter einzusteigen. Dafür bedarf es jedoch noch einiger Lückenschlüsse und einen besseren Ausbaustandard.

Auch beim Radwegebau an Staats- und Bundesstraßen sieht es in Sachsen kaum besser aus: Nur 28 % der sächsischen Bundesstraßen verfügen bisher über einen Radweg, während dieser Wert bundesweit bei über 40 % liegt. Bei den sächsischen Staatsstraßen beträgt der Ausstattungsgrad mit einem Radweg sogar nur 11 %.

Ergebnisse der Radreiseanalyse 2021: https://www.adfc.de/fileadmin/user_upload/ADFC-_Radreiseanalyse_2021_-_Praesentation.pdf

Offener Brief von Ines Springer an Staatsminister Martin Dulig: http://www.ines-springer.net/offener-brief-radwegebau

Überdurchschnittlich viele Menschen haben letztes Jahr das Radfahren neu entdeckt, der sächsische Fahrradhandel boomt und auch die Hersteller kommen kaum nach mit der Produktion von Fahrrädern. Doch nicht nur das: Auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club verzeichnet ein starkes Mitgliederwachstum. Zum Anfang des Monats nahm der sächsische Landesverband des ADFC sein 8.000. Mitglied auf. Mehr als 1.000 zusätzliche Mitglieder sind seit Mai 2020 hinzugekommen.

Konrad Krause, Geschäftsführer des ADFC Sachsen, freut das: „Wir sin begeistert vom Zuspruch, den der ADFC in den letzten Monaten erhalten hat. immer mehr Menschen in Sachsen möchten auf ihren alltäglichen Wegen mit dem Rad sicher und zügig vorankommen. Immer mehr Menschen engagieren sich deshalb auch ehrenamtlich im ADFC. Immer mehr Menschen wollen den ADFC als starke Stimme für die Verkehrswende stärken und unterstützen uns deshalb mit ihrer Mitgliedschaft oder einer Spende."

Besonders in Dresden (4.500 Mitglieder), Leipzig (1.850 Mitglieder) und Chemnitz (570 Mitglieder) ist der ADFC stark vertreten. "Unsere Mitglieder sind besonders in den großen Städten aktiv", weiß auch ADFC-Geschäftsführer Krause. "Die Leute treten dem ADFC vor allem bei, weil sie sich endlich sichtbare Verbesserungen im Radwegenetz wünschen und unseren Druck auf die Politik verstärken wollen." Auch bundesweit wächst der ADFC. Inzwischen sind über 200.000 Radfahrer im Club organisiert.

 

Radtouren, Pannenhilfe, Service - aber vor allem mehr Druck für sichere Radwege

Der 1979 in Bremen gegründete ADFC berät seine Mitglieder zu fragen rund ums Radfahren, bietet geführte Radtouren an und setzt sich für lückenlose und sichere Radwegenetze ein. Getragen wird die Arbeit des ADFC Ort größtenteils von ehrenamtlich Engagierten, die sich in kommunalpolitische und planerische Prozesse einbringen. Der ADFC Sachsen hat außerdem zwei Stellen für Bundesfreiwillige, von denen eine ab Juni neu zu besetzen ist.

ADFC-Mitglieder profitieren darüber hinaus von der ADFC-Pannenhilfe, die im Fall einer Havarie Rad und Fahrer unter die Arme greift und, falls die Panne nicht vor Ort behoben werden kann, bis zur nächsten Fahrradwerkstatt bringt. Des Weiteren zeichnet der ADFC fahrradfreundliche Übernachtungsmöglichkeiten mit dem Bett+Bike-Zertifikat aus. In Sachsen gibt es aktuell knapp 200 Bett+Bike-Unterkünfte.

Eine Einzelmitgliedschaft im ADFC kostet 56€ jährlich, der Mitgliedsbeitrag für unter 27-jährige liegt bei 33€. Darüber hinaus bietet der ADFC Haushalts- und Familienmitgliedschaften an für 68€ im Jahr an.

 

Weitere Informationen:

Zur ADFC-Pannenhilfe: www.adfc.de/artikel/die-adfc-pannenhilfe/

Zu Mitgliedervorteilen des ADFC: www.adfc.de/sei-dabei/

Zum Projekt Bett+Bike: www.bettundbike.de

Zum Projekt fahrradfreundlicher Arbeitgeber: www.fahrradfreundlicher-arbeitgeber.de/

Aktion von ADFC und AOK ermuntert Menschen auf ihrem Weg zur Arbeit zum Umstieg auf das Rad

Am 1. Mai startet erneut die gemeinsame Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“. Die Aktion von ADFC und AOK will Menschen dazu motivieren, für den Weg zur Arbeit öfter das Auto stehen zu lassen und stattdessen das Rad zu nehmen.

"Viele Menschen haben in den letzten Monaten das Rad neu für sich entdeckt. Das ist eine großartige Entwicklung, sowohl für die Gesundheit als auch die Luftqualität in unseren Städten. Der ADFC möchte dazu beitragen, dass sich der Trend zum Pendeln mit dem Rad verstetigt und die Menschen Spaß dabei haben. Der Erfolg der Aktion in den letzten Jahren zeigt uns, dass viele Leute sich vorstellen können, aufs Rad umzusteigen.“ sagt Konrad Krause, Geschäftsführer des ADFC Sachsen.

Bis zum 31. August kann man mit dem Rad auf dem Weg zur Arbeit Kilometer sammeln. Wer aufgrund von Corona momentan zu Hause arbeitet, kann auch Fahrten rund ums Homeoffice anrechnen. Interessierte können sich auf der Webseite der Aktion Mit dem Rad zur Arbeit https://www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de anmelden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf Angeboten für fahrradfreundliche Arbeitgeber und solche, die es werden wollen. Denn mit passenden Anreizen steigen auch viele Menschen aufs Rad, die bisher gezögert haben. 

 

Über Mit dem Rad zur Arbeit

Mit der Aktion motivieren ADFC und AOK jedes Jahr unzählige Menschen dazu, auch dauerhaft auf gesunde und umweltfreundliche Fortbewegung zu setzen und in die Pedale statt aufs Gas zu treten. Rund 265.000 Beschäftigte sind im vergangenen Jahr mitgeradelt: Ein neuer Teilnahmerekord.

Auch Arbeitgeber profitieren von der Aktion, denn Unternehmen, deren Mitarbeiter mit dem Rad zur Arbeit kommen, haben einen niedrigeren Krankenstand, können sich teure Pkw-Stellplätze sparen und eigene Nachhaltigkeitsziele besser erreichen. Im letzten Jahr war die Coronakrise für viele Arbeitnehmer ein Anlass, für den Arbeitsweg das Rad zu nehmen. Immer öfter fragen sie sichere Abstellmöglichkeiten für E-Bikes an, mit denen längere Strecken zur Arbeit geradelt werden können. Auch Angebote zum Duschen oder Umziehen und die flexible Wahl zwischen Dienstwagen und Dienstfahrrad können die Zahl der Fahrradpendler:innen in der Belegschaft steigern. Weitere Tipps und Vorschläge erhalten Unternehmen auf der Website der Aktion https://www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de.

Ein besonderer Fokus liegt in diesem Jahr auf der Zusammenarbeit mit dem ADFC-Angebot „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“. In einem interaktiven Online-Selbstcheck https://www.fahrradfreundlicher-arbeitgeber.de/ können Arbeitgeber zunächst testen, wie fahrradfreundlich ihr Unternehmen ist. In einem kostenlosen Webinar werden Praxisbeispiele und Infos zum Trendthema Radleasing erläutert. Hier stellen sich auch zwei Unternehmen vor, die als Fahrradfreundlicher Arbeitgeber zertifiziert wurden. Außerdem werden Arbeitgebern anwenderfreundliche Microsites angeboten, um eine Mitarbeiteraktion auf der eigenen Webseite zu starten.

Das Zertifikat „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ wird vom ADFC vergeben. Arbeitgeber erhöhen so ihre Attraktivität für Arbeitnehmer:innen und zeigen, dass auch sie etwas tun können, um mehr Leute zum Radfahren zu ermutigen.

ADFC Sachsen erfreut über Fortschritt am Görlitzer Bahnhof

Am Görlitzer Bahnhof sollen 35 neue Fahrradabstellanlagen für Pendler entstehen. Auch neue Schließfächer und Lademöglichkeiten für E-Bikes wird die Stadt Görlitz im Bahnhof einrichten. Darüber hinaus steht ein öffentlich bereitgestelltes Werkzeug-Set und ein Schlauchomat für eine schnelle und unkomplizierte Reparatur vor Ort zur Verfügung.

Konrad Krause, Geschäftsführer des ADFC Sachsen freut sich über den Fortschritt in Görlitz: „Viele Pendler wollen auf ihrem Weg zur Arbeit das Rad und die Bahn kombinieren. Damit das gelingen kann, müssen sie ihr Fahrrad angstfrei am Bahnhof stehen lassen können. Die Installation von neuen diebstahlsicheren Fahrradabstellanlagen ist daher insbesondere in Zeiten von hochwertigen E-Bikes ein sehr wichtiger Schritt.“ Görlitz ist als Stadt mit einem sehr hohen Pendleraufkommen bekannt. Über 10.000 Pendler kommen täglich in die Stadt und mehr als 5.000 Görlitzer verlassen ihren Wohnort täglich, um zur Arbeit zu gelangen. „Ich freue mich sehr, dass die Stadt gemeinsam mit der Bahn in einem ersten Schritt neue Abstellanlagen bereitgestellt hat. Nun muss die Stadtverwaltung auch mittelfristig eine Strategie entwickeln, um dem hohen Pendleraufkommen in Görlitz und der wachsenden Bedeutung des Fahrrades gerecht zu werden. Die neuen Fahrradparkplätze am Görlitzer Bahnhof sind ein wichtiger Schritt“, sagt Krause.

Aktuell bietet der Görlitzer Bahnhof seinen Pendlern nur 80 fahrradgerechte Vorderradhalte, bei denen abgestellte Fahrräder der Witterung ausgesetzt sind. Damit finden aktuell weniger als 4% der Einsteiger eine diebstahlsichere Abstellanlage vor. Der ADFC empfiehlt, dass auf jeden 7. Einsteiger eine diebstahlsichere Abstellanlage kommen sollte. Im Gegensatz zu anderen sächsischen Städten wie Bautzen, Radeberg oder Pirna gibt es am Görlitzer Bahnhof auch keine verschließbaren Fahrradabstellanlagen. Da in letzter Zeit immer mehr Menschen ihre Wege mit hochwertigen E-Bikes zurücklegen, wächst auch die Bedeutung sicherer Abstellmöglichkeiten an Bahnhöfen. Die Haltepunkte Rauschwalde und Weinhübel bieten darüber hinaus gar keine Abstellanlagen. Der ADFC Sachsen sieht hier dringenden Aufholbedarf.

Hintergrund

Im Juni 2020 veröffentlichte der ADFC Sachsen seine Studie zum Bike+Ride in Sachsen. Der Fahrrad-Club bewertete sowohl Qualität als auch Quantität von Abstellanlagen aller 521 sächsischen Bahnhöfe. Um gute Noten zu erreichen, müssen Fahrradparker vor allem so gestaltet sein, dass man Fahrradrahmen sowie Vorder- oder Hinterrad gut anschließen kann. Einfache Vorderradhalter sind dagegen nicht diebstahlsicher und können die Felge schädigen. Der ADFC empfiehlt, dass auf jeden siebenten Fahrgast eine diebstahlsichere und überdachte Abstellanlage kommen sollte. Idealerweise sollte außerdem bei größeren Bahnhöfe jeder 200. Fahrgast das Fahrrad in einer Fahrradbox, einem Parkhaus oder einer Sammelschließanlage unterbringen können. Die Bahnhöfe in Neukieritzsch, Delitzsch und Oschatz sind die einzigen Bahnhöfe im Freistaat, die diese beiden Kriterien erfüllen. Auch mit den neuen Abstellanlagen am Görlitzer Bahnhof erfüllt die Stadt die Kriterien bei Weitem noch nicht.
 
Link zur Studie: https://adfc-sachsen.de/files/2020-06-03-ADFC-Bike+Ride-web.pdf
Kartenübersicht zu allen sächsischen Bahnhöfen: http://www.adfc-sachsen.de/bikeandride
Förderprogramm des Bundesumweltministeriums: https://www.klimaschutz.de/bikeandride

ADFC Sachsen erfreut über Fortschritt am Pirnaer Bahnhof

Am Pirnaer Bahnhof entstehen 16 Fahrradboxen für Pirnas Pendler. Pirna ist damit eine von nur sieben sächsischen Städten, die ihren Pendlern verschließbare Abstellanlagen am Bahnhof bietet. Auch sollen in den Fahrradboxen Lademöglichkeiten für E-Bikes angeboten werden. Darüber hinaus installiert die Pirnaer Stadtverwaltung weitere diebstahlsichere Abstellanlagen im Stadtgebiet.

Konrad Krause, Geschäftsführer des ADFC Sachsen freut sich über den Fortschritt in Pirna: „Viele Pendler wollen auf ihrem Weg zur Arbeit das Rad und die Bahn kombinieren. Damit das gelingen kann, müssen sie ihr Fahrrad angstfrei am Bahnhof stehen lassen können. Die Installation von Fahrradboxen ist daher insbesondere in Zeiten von hochwertigen E-Bikes ein sehr wichtiger Schritt.“ Pirna ist als Stadt mit einem sehr hohen Pendleraufkommen bekannt. Über 9.000 Pendler kommen täglich zum Arbeiten in die Stadt und fast ebenso viele Pirnaer verlassen ihren Wohnort täglich. „Ich freue mich sehr, dass die Stadt in einem ersten Schritt 16 neue Fahrradboxen aufstellt. Nun muss die Stadtverwaltung auch mittelfristig eine Strategie entwickeln, um dem hohen Pendleraufkommen in Pirna und der wachsenden Bedeutung des Fahrrades gerecht zu werden. Der Pirnaer Bahnhof bietet noch große Potentiale“, sagt Krause.

Aktuell bietet der Pirnaer Bahnhof seinen Pendlern 220 fahrradgerechte Vorderradhalter. Damit finden bisher nur 6% der Fahrgäste eine diebstahlsichere Abstellanlage für ihr Fahrrad vor. Da in letzter Zeit immer mehr Menschen ihre Wege mit hochwertigen E-Bikes zurücklegen, wächst auch die Bedeutung sicherer Abstellmöglichkeiten an Bahnhöfen rasant an. Der ADFC empfiehlt, dass auf jeden 7. Fahrgast eine diebstahlsichere Abstellanlage kommen sollte. Auch die Haltepunkte Copitz und Copitz Nord verfügen bisher über keine oder deutlich zu wenige diebstahlsichere Fahrradständer.

 

Hintergrund

Neben Pirna bieten aktuell in Sachsen nur Radeberg, Eilenburg, Bautzen, Oschatz, Neukieritzsch und Delitzsch ihren Pendlern verschließbare Fahrradabstellanlagen am Bahnhof an.

Im Juni 2020 veröffentlichte der ADFC Sachsen seine Studie zum Bike+Ride in Sachsen. Der Fahrrad-Club bewertete sowohl Qualität als auch Quantität von Abstellanlagen aller 521 sächsischen Bahnhöfe. Um gute Noten zu erreichen, müssen Fahrradparker vor allem so gestaltet sein, dass man Fahrradrahmen sowie Vorder- oder Hinterrad gut anschließen kann. Einfache Vorderradhalter sind dagegen nicht diebstahlsicher und können die Felge schädigen. Der ADFC empfiehlt, dass auf jeden siebenten Fahrgast eine diebstahlsichere und überdachte Abstellanlage kommen sollte. Idealerweise sollte außerdem bei größeren Bahnhöfe jeder 200. Fahrgast das Fahrrad in einer Fahrradbox, einem Parkhaus oder einer Sammelschließanlage unterbringen können. Die Bahnhöfe in Neukieritzsch, Delitzsch und Oschatz sind die einzigen Bahnhöfe im Freistaat, die diese beiden Kriterien erfüllen. Auch mit den neuen Abstellanlagen am Pirnaer Bahnhof erfüllt die Stadt die Kriterien noch nicht.

Link zur Studie: https://adfc-sachsen.de/files/2020-06-03-ADFC-Bike+Ride-web.pdf

Kartenübersicht zu allen sächsischen Bahnhöfen: www.adfc-sachsen.de/bikeandride

Förderprogramm des Bundesumweltministeriums: https://www.klimaschutz.de/bikeandride

Fahrradclub kritisiert Tempo der sächsischen Regierung beim Radwegebau an Staats- und Bundesstraßen

Der Radwegebau in Sachsen stagniert: Nur 17% der sächsischen Staats- und Bundesstraßen sind bisher mit einem Radweg ausgestattet. Dabei will Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig bis 2025 noch fast 500 km Radweg an Staats- und Bundesstraßen fertigstellen, also 100 km Radweg pro Jahr. Doch der Radwegebau an Sachsens Staats- und Bundesstraßen erreicht neue Tiefststände: Während der Freistaat 2019 immerhin knapp 11 km Radwege fertigstellte, sank der Wert 2020 auf 6,5 km ab. Das geht aus einer Kleinen Anfrage des Landtagsabgeordneten Marco Böhme hervor.

Konrad Krause, Geschäftsführer des ADFC Sachsen ist besorgt: „Die Festlegungen und Versprechungen der Sächsischen Staatsregierung stehen in immer schärferem Kontrast zur Realität. Wenn der Verkehrsminister Martin Dulig nicht endlich das Ruder herumreißt, ist der Radwegebau an Bundes- und Staatsstraßen bald am absoluten Nullpunkt angekommen."

Besonders der Bau an Bundesstraßen könnte deutlich schneller vorangehen, wenn der Freistaat Personal für die Radwegeplanung aufstocken würde. Denn hier muss Sachsen nur planen, die Mittel stellt der Bund bereit. Zwischen 2014 und 2019 eröffnete der Freistaat lediglich 50 km Radwege an Bundesstraßen, deutlich weniger als geplant. Zum Vergleich: Mecklenburg-Vorpommern beantragte im selben Zeitraum fast doppelt so viele Mittel beim Bund wie Sachsen und konnte mit 49,9 Mio. Euro 160 km Radwege an Bundesstraßen fertigstellen. Der ADFC fordert daher, dass der Freistaat mehr Geld für Radverkehrsplaner zur Verfügung stellt.

„Fehlende Planungskapazitäten zögern den Bau von Radwegen unnötig hinaus und sind ein Grund dafür, dass Sachsen nicht die Gelder verbaut, die zu 100 Prozent vom Bund bereitgestellt werden. Neben fehlenden Radverkehrsmitteln im Haushaltsentwurf muss der Landtag im Haushalt mehr Stellen für Radwegeplaner schaffen" ist Krause überzeugt.

Die Corona-Pandemie habe gezeigt, dass die Menschen bereit sind, in ihrem Alltag mehr Strecken mit dem Rad zurückzulegen und es überall dort auch tun, wo Radwege vorhanden sind. „Ein derart lückenhaftes Radwegenetz wie in Sachsen ist nicht nur ein Komfortprolem. Hier geht es um die Sicherheit und das Überleben von Menschen. Wir können mit dem Wegeausbau in Sachsen nicht warten, bis die Zahl getöteter Radfahrer ansteigt. Verkehrsminister Martin Dulig muss in seinem Ministerium dringend einen Gang hochschalten, um seiner Verantwortung gerecht zu werden“ so Konrad Krause.

Hintergrund

2014 hat der Freistaat alle Bundes- und Staatstraßenabschnitte, die noch nicht über einen separaten Radweg verfügen, überprüft. Dabei wurden den Streckenabschnitte Prioritäten zugeordnet. Die Maßnahmen an den Abschnitten mit der höchsten Priorität (Klasse A) sollen bis 2025 umgesetzt werden. An Streckenabschnitten mit der Priorität B können voraussichtlich erst ab 2025 Radwege gebaut werden. Für Klasse C fand bisher noch keine systematische Priorisierung statt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass an diesen Abschnitten kein Bedarf für einen Radweg bestünde. Stattdessen wurde bei Abschnitten dieser Kategorie schlicht noch nicht geprüft, ob ein Radweg überhaupt erforderlich ist. Allein die Länge der Abschnitte, die unter Klasse C geführt werden, betrug 2014 rund 580 km.

Immer wieder sterben Menschen auf sächsischen Staatsstraßen ohne Radweg, zuletzt im November auf der S 44 bei Leisnig. Bereits seit Jahren forderten dort Schulen, Vereine und auch Leisnigs Bürgermeister Tobias Groth den Bau eines Radwegs entlang der Staatsstraße. Dies ist beileibe kein EInzelfall. In Gelenau im Landkreis Bautzen steht seit zehn Jahren ein Radwegstummel mit Bahnübergang in der Landschaft, ohne dass er zwischenzeitlich angeschlossen worden wäre. Ähnliche Beispiele gibt es viele. An zahlreichen Orten in Sachsen warten Anwohner teils weit länger als zehn Jahre auf einen Radweg in den Nachbarort.

Nur 28 % der sächsischen Bundesstraßen verfügen bisher über einen Radweg, während dieser Wert bundesweit bei über 40 % liegt. Bei den sächsischen Staatsstraßen beträgt der Ausstattungsgrad mit einem Radweg sogar nur 11 %.

 

Weiterführende Informationen

KlAnfr Drs. 7/5792 Bau von Radwegen an Bundes- und Staatsstraßen

Grafik Radwegebau an Staats- und Bundesstraßen in Sachsen 2011-2020

Sächsische Bürgerumfragen zeigen: Kommunen und Freistaat müssen handeln

Viele Städte befragen zufällig ausgewählte Einwohner regelmäßig, um ein Bild über die aktuelle Lebenssituation zu erlangen. Bei der Befragung spielen neben der Mobilität der Bürger auch ihre Wünsche hinsichtlich des städtischen Verkehrs eine Rolle. Die letzten Ergebnisse aus Chemnitz, Dresden und Leipzig zeigen, dass das Fahrrad in den Städten an Bedeutung gewinnt. Gleichzeitig sind immer mehr Befragte mit dem Ausbau des Radwegenetzes unzufrieden.

Die jüngste repräsentative Umfrage der Landeshauptstadt Dresden zeigt, dass die Dresdner unzufrieden mit dem Ausbau des Radwegenetzes sind. Im Rahmen der kommunalen Bürgerumfrage 2020, welche die Landeshauptstadt alle zwei Jahre durchführt, tauchten in diesem Jahr auch vermehrt Fragen zum Radverkehr auf. Die Botschaft ist klar: 21 Prozent der Befragten gaben an, dass ein „verbesserungswürdiges Fahrradwegesystem“ das zurzeit größte Problem in Dresden ist. Damit steht die Verbesserung des Radnetzes bei den Dresdner als zweitgrößtes Problem ganz oben auf der kommunalpolitischen Agenda. Nur zu hohe Mieten sieht eine noch größere Anzahl der Dresdner als das größte Problem an.

Nicht nur in Dresden wird die Unzufriedenheit mit der Radinfrastruktur deutlich. Ähnliche städtische Erhebungen in Leipzig und Chemnitz haben 2019 ähnliche Ergebnisse gebracht. Nur 33% der Befragten in Leipzig gaben an, mit den Radwegen in ihrer Stadt zufrieden zu sein, in Chemnitz und Dresden waren es jeweils sogar nur 14%.

Für Konrad Krause, Geschäftsführer des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Sachsen, sind die Befragungsergebnisse eindeutig: "Die Ergebnisse lassen keinen Interpretationsspielraum zu: Das Fahrrad gewinnt an Bedeutung, aber beim Radnetzausbau hängen die Städte hinterher. Die Wünsche der Menschen nach sicherer und einfacher Mobilität gewinnen zunehmend auch politisch an Bedeutung."

In der Leipziger Umfrage gaben 51% der Befragten, dass das Fahrradfahren für sie die beste Form der Fortbewegung sei. 22% der Dresdner Befragten nutzen das Fahrrad täglich und rund die Häfte mindestens einmal pro Woche.

"Es gibt eine mehrheitliche Zustimmung, dass das Fahrrad die beste Form der Fortbewegung sei, allerdings zeigt sich dies nur teilweise in der Nutzung. Die Menschen wollen mehr mit dem Rad fahren. Damit sie das können, müssen Sachsens Städte dringend sichere und durchgehende Radwegenetze schaffen und bei diesem Thema schneller vorankommen. Umso mehr ärgert es mich, dass der sächsische Verkehrsminister Martin Dulig jetzt die Unterstützung für die Kommunen fast komplett streichen will" sagt Krause. Das Verkehrsministerium kürzt in seinem Entwurf zum Doppelhaushalt 2021/22 die kommunale Förderung von 11,7 Mio. auf 2,4 Mio. Euro pro Jahr. "Der Freistaat vergeigt den wichtigen und dringenden den Ausbau des Radnetzes. Die Abgeordneten der Kenia-Koalition müssen die Fehler des Verkehrsministers jetzt korrigieren" so Krause.

Die kommunalen Bürgerumfragen verdeutlichen, dass das Fahrrad an Bedeutung gewinnt, aber der Radnetz-Ausbau hinterher hängt. Besser ausgebaute Fahrradwege (64%), mehr straßenunabhängige Routen und Radschnellwege (66%) und genügend sichere Fahrradabstellmöglichkeiten (61%) wären für die Leipziger Gründe, häufiger das Rad zu nutzen. Als diese gefragt wurden, einzuschätzen, ob in der Stadt Leipzig genug für den Radverkehr getan wird, gaben 58% an, dass eher wenig oder viel zu wenig gehandelt wird. Zwei Jahre zuvor – 2017 - lag dieser Wert noch bei 40%.

 

Hintergrund:

In den kommunalen Bürgerumfragen von Chemnitz, Dresden und Leipzig zeigen die Ergebnisse eine deutliche Unzufriedenheit mit dem Ausbaustand und der Entwicklung des Radwegenetzes. Lediglich 14 Prozent der Dresdner gaben an, sie seien damit zufrieden oder sehr zufrieden. In Leipzig sind 33% der Befragten mit den Radverkehrsanlagen eher zufrieden oder sehr zufrieden. Gegenüber der Umfrage aus dem Jahr 2017 geht die Zufriedenheit jedoch in 44 von 63 Ortsteilen deutlich zurück.

Auch die Chemnitzer wurden gefragt, wie zufrieden sie mit dem Angebot ausgewählter infrastruktureller Angebote sind. Dabei herrscht die größte Unzufriedenheit bei den Radwegen – nur 14% sind damit (sehr) zufrieden.

Viele sächsische Städte haben ambitionierte Radverkehrskonzepte erarbeitet, die in den nächsten Jahren realisiert werden sollen. Doch der sächsische Verkehrsminister Martin Dulig lässt die Kommunen links liegen: Die Förderung von kommunalen Radwegen schrumpft im Haushaktsentwurf der Staatsregierung von 11,7 Millionen auf rund 2,4 Millionen zusammen. Zwar gibt es als Ersatz nun das Sonderprogramm "Stadt & Land" der Bundesregierung. Das Programm soll jedoch eigentlich zusätzlich zu bisherigen Fördermitteln Finanzen bereitstellen - der Freistaat nutzt es nun als Anlass, um sich aus der eigenen Verantwortung zu stehlen.

Quellen:

Kommunale Bürgerumfrage Dresden: https://www.dresden.de/media/pdf/onlineshop/statistikstelle/KBU_2020_Tabellenteil.pdf

Kommunale Bürgerumfrage Leipzig: https://static.leipzig.de/fileadmin/mediendatenbank/leipzig-de/Stadt/02.1_Dez1_Allgemeine_Verwaltung/12_Statistik_und_Wahlen/Stadtforschung/Buergerumfrage2019_Ergebnisbericht.pdf

Kommunale Bürgerumfrage Chemnitz: https://www.chemnitz.de/chemnitz/media/aktuell/publikationen/downloads/buergerumfrage_2019_abschlussbericht_neu.pdf

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