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Der ADFC Zittau startet durch mit einem neuen Sprecherteam. Die Mitglieder der Ortsgruppe wählten gestern Dirk Spitzner und Matthias Böhm zu ihren neuen Sprechern. 

Die Ortsgruppe des ADFC in Zittau ist mit 47 MItgliedern die kleinste der neun Ortsgruppen des ADFC in Sachsen. Sie ist neben Zittau auch zuständig für das gesamte Dreiländereck sowie die Gemeinden Seifhennersdorf, Oderwitz und Mittelherwigsdorf.

Zu tun gibt es in Zittau einiges: Im Fahrradklima-Test des ADFC erreichte Zittau im Herbst 2020 nur eine magere Durchschnittsnote von 4,1. Neben gemeinsamen Radtouren und der möglichen Anschaffung eines Lastenrads sind die Verkehrssicherheit und die Radwegesituation in Zittau und Umgebung das bestimmende Thema für die Ortsgruppe. "71% der Zittauer fühlen sich beim Radfahren gefährdet. Das ist ein Punkt, wo wir ansetzen müssen. Die Infrastruktur und das Miteinander müssen so beschaffen sein, dass Radfahren einfach mehr Spaß macht" sagt Dirk Spitzner, Sprecher des ADFC Zittau. So sind die vielen Einbahnstraßen ein Hindernis für Zittaus Radfahrer und für den ADFC vor Ort schon länger ein Dorn im Auge.

Neben der verkehrspolitischen Arbeit will die ADFC-Ortsgruppe vor allem stärker in die Öffentlichkeit treten: Mit Aktionen und Protest für direktere Radwegeverbindungen und eine stärkere Berücksichtigung des Fahrrads in der städtischen Verkehrspolitik will der Verein auf die Möglichkeiten aufmerksam machen, die das Rad bietet, wenn man ihm im Straßenraum ein bisschen mehr Platz gibt. Damit die Stimme der Radfahrer noch besser zu hören ist, freut sich der ADFC über neue Mitstreiter.

"Je mehr Menschen sich in Zittau im ADFC engagieren, desto wahrscheinlicher wird es, dass wir echte Verbesserungen erreichen können" sagt Konrad Krause, Geschäftsführer des sächsischen ADFC. In der großen Lücke zwischen den Versprechungen der Politik und den Gefährdungen und Unzulänglichkeiten für Radfahrer in der Realität sieht Krause auch den Grund, warum immer mehr Leute den ADFC als starke Stimme für das Fahrrad unterstützen. Mit dem Motto "Mehr Platz Fürs Rad" formulierte der ADFC im letzten Jahr das Ziel einer gerechteren und realistischeren Verkehrsplanung, die sich vor allem an den Bedürfnissen der Menschen orientiert. Auch wenn die Corona-Pandemie der ehrenamtlichen Arbeit im ADFC immer wieder gewisse Grenzen setzt, startet die Ortsgruppe jetzt voll durch: Die Sprecherwahl fand in Form einer Videokonferenz statt.

 

Über den ADFC

Über 8.500 Mitglieder hat der ADFC in Sachsen. Im letzten Jahr organisierte der ADFC sachsenweit über 20 Rad-Demonstrationen und etwa 150 Radtouren mit über 4000 Teilnehmern. Außerdem berät der Fahrradclub zu technischen Fragen rund ums Fahrrad und setzt sich vor Ort für eine fahrradfreundliche Verkehrsplanung ein. Viele Ortsgruppen bieten auch Serviceleistungen für ihe Mitglieder an. Etwa die sehr beliebte Fahrradcodierung, durch die Langfinger vom Rad-Diebstahl abgehalten werden sollen. ADFC-Mitglieder profitieren außerdem von der ADFC-Pannenhilfe, die im Fall einer Havarie Rad und Fahrer unter die Arme greift und, sofern notwendig, bis zur nächsten Fahrradwerkstatt bringt.

Auch bundesweit setzt sich der ADFC für die Verkehrswende ein. Bundesweit ist der Fahrradclub mit mehr als 200.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch tritt der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene aktiv für die konsequente Förderung des Radverkehrs ein.

 

Hintergrundinformationen

- ADFC-Fahrradklima-Test: www.adfc-sachsen.de/fahrradklima

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